Jeden Donnerstag spielen wir ab 20:00 Uhr im Hotel Krone in der Lenzburger Altstadt. Schachinteressierte sind jederzeit herzlich eingeladen, einen Blick in den Spielsaal zu werfen, unverbindlich mitzuspielen oder an unseren Turnieren teilzunehmen.



SMM Runde 5/24: 3 Mannschaften gewinnen

Runde 5 Runde der SMM 2024 brachte Siege für drei der vier Lenzburger Mannschaften. Und von 5 Junioren, die auf 3 Mannschaften verteilt zum Einsatz kamen, punkteten deren 4. Der fünfte stand auch auf Gewinn, wickelte dann aber falsch ab.

 

SCL1 gewann auswärts gegen Nimzowitsch 2 mit 5 - 3. Junior Tim Betsche holte bei seinem Einstand in der ersten Liga ein Remis. Sein Gegner hat eine Wertungszahl von 1867. Michael Bühler, Björn Backlund konnten gewinnen. Nebst Tim steuerten auch Rolf Walti, Stephan Zaugg und Oliver Killer einen halben Punkt bei.

 

 

Auch SCL2 konnte mit einem Vollerfolg im Heimspiel gegen Riehen 4 den schlechten Saisonauftakt vergessen machen. Jürg Hertli und Maciej Kwiatkowski konnten wunderbare Siege einfahren. Vor allem Maciejs Schlusskombination war höchst sehenswert. Da Raul Sanz (an Brett 1!), Roland Burri und Lothar Eichenberger remis spielten, lautete das Schlussresultat 3½-2½.


SCL3 musste etwas ersatzgeschwächt antreten und verlor gegen ein starkes Baden 2 deutlich mit 1-5. Livio Mazzoni und Junior Nikita Sosnovski holen je einen halben Punkt. Es gab zwar keinen Punkt, aber allemal eindrücklich war Kilians zäher Verteidigungskampf vor versammeltem Publikum gegen seinen 500 ELO höher gewerteten Gegner, der zudem mit einen Mehrqualität ins Endspiel eintreten durfte.

 

SCL4 gewann gegen Tribschen 4 deutlich mit 4½-1½. Die Mannschaft war mit drei Junioren angetreten. U-14 Spieler Rasmus Johannesson konnte gewinnen und sein U-14-Kollege Théo Comby holte ein Remis. Um ein Haar hätte auch U-16 Junior Raffaele di Meo gewonnen. Eine falsche Abwicklung in einer Gewinnstellung, kostete ihn dann aber den ganzen  Punkt. An den Brettern 1-3 sorgten Arnold Mienert, Michael Wigger und Jacques Villars mit Siegen für die weiteren Brettpunkte zum klaren Triumph.

 

Paarung Datum  Resultat   
Nimzowitsch 2 - Lenzburg 1    Sa, 22.06.2024     3  -  5
Lenzburg 2 - Riehen 4    Do, 20.06.2024         3½ - 2½
Lenzburg 3 - Baden 2       Do, 20.06.2024     1  -  5 
Triebschen 4 - Lenzburg 4      Sa, 22.06.2024         1½ - 4½

 

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Aargauer Jugendschach-Grand-Prix 2024, Turnier 3

 

Am Samstag, 15.06.204 fand in der würdevollen Atmosphäre des historischen alten Gemeindesaals Lenzburg das 3. Turnier des "Aargauer Jugendschach-Grand-Prix" statt. Inmitten der Altstadt von Lenzburg, trafen sich 67 junge Schachtalente, um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

 

Die Kinder und Jugendliche, voller Begeisterung und Konzentration, füllten diesen schönen Saal mit einem einzigartigen Flair. Turnierleiter Arnold Mienert hat da ganze Arbeit geleistet, um ein organisiertes Turnier in einem besonderen Rahmen anbieten zu können.

 

Die Teilnehmer spielten in den Kategorien U16 und U12, wobei aber alle gegeneinander gepaart wurden (gemischtes Gesamtturnier).

 

Kat U16 gewann Jonas Gion Perego des Schachclubs Brugg, der mit dem Punktemaximum von 7 Siegen aus 7 Runden auch Gesamtturniersieger wurde. Zweiter der Kat U16 wurde Iskander Bashirov des SK Aarau vor Vernmulyadeep Mallipudi aus Klingnau-Döttingen.

 

Die U12 konnte Yansheng Gong ebenfalls aus Brugg für sich entscheiden. Er holte mit 6 Punkten aus 7 Runden sensationell der zweiten Platz des Gesamtturniers. U12-Rang 2 und ebenso guter Gesamtdritter wurde Prathyush Sunilkumar der SG Baden mit 5 Punkten vor Jonas Posch aus Brugg.

 

Als bestes Mädchen wurde die 7-jährige Tina Phung der SG Baden, welche ,mit 4 Punkten den hervorragenden 17 Gesamtrang erzielte.

 

Die Jugend ist also vielversprechend. 

 

Offizielle Turnierseite des Schachverbandes Aargau:

Überblick Aargauer Jugendschach-Grand-Prix 2024 – Schachverband Aargau (schachaargau.ch)

 

Resultatseite des Schachclubs Lenzburg:

Aargauischer Jugendschach Grand-Prix 2024 3. Turnier (chessresults.ch)

 

Rang Name Verein Kat TWZ  S  R  V  Pkt  BH BHC1
1 Perego, Jonas Gion Brugg U16 1696 7 0 0 7.0  34.0 31.0
2 Gong, Yansheng Brugg U12 1509 6 0 1 6.0 29.0 28.0
3 Sunilkumar, Prathyush Baden SG U12 1559 5 1 1 5.5 33.0 30.0
4 Bashirov, Iskander Aarau SK U16 1481 4 3 0 5.5 31.5 28.5
5 Mallipudi, Vernmulyadeep Döttingen-Klingnau U16 1575 5 1 1 5.5 31.0 28.0
6 Koya, Pranav Baden SG U16 1630 5 0 2 5.0 33.0 31.0
7 Brönnimann, Pascal Brugg U16 1613 4 2 1 5.0 31.5 28.5
8 Posch, Jonas Brugg U12 1446 5 0 2 5.0 30.5 27.5
9 Vemulapati, Sathvik Brugg U16 1308 5 0 2 5.0 27.5 24.5
10 De Meo, Raffaele Lenzburg U16 0 5 0 2 5.0 27.5 24.5
11 Monferrini, Mirco Aarau SK U12 1254 5 0 2 5.0 26.5 24.5
12 Von Siebenthal, Julian Aarau SK U16 0 5 0 2 5.0 22.0 20.0
13 Mallipudi, Jovin Nimaikarthik Döttingen-Klingnau U12 1465 4 1 2 4.5 31.5 29.0
14 Moser, Benjamin Lenzburg U16 0 3 3 1 4.5 31.0 28.0
15 Comby, Théo Lenzburg U16 1290 4 1 2 4.5 30.5 28.0
16 Phung, Felix Baden SG U12 1443 4 1 2 4.5 30.5 27.5
17 Phung, Tina Baden SG U12 1180 4 1 2 4.5 30.0 28.0
18 Vemulapati, Ruthvik Brugg U16 1501 3 3 1 4.5 29.0 27.0
19 Marti, Jonas Baden SG U12 1255 4 1 2 4.5 28.5 25.5
20 Kumaran, Herresh Aarau SK U12 0 4 1 2 4.5 23.0 21.0
21 Hartmann, Leon Aarau SK U12 1234 4 0 3 4.0 29.5 26.5
22 Medaghri, Mohammad Oftringen U16 0 4 0 3 4.0 27.0 24.5
23 Trigo, Simon Brugg U12 1406 4 0 3 4.0 26.5 24.5
24 Konysbekov, Darmen Pelikan Rheinfelden U16 0 4 0 3 4.0 26.5 24.5
25 Ragonesi, Lisandro Oftringen U12 0 4 0 3 4.0 25.5 23.5
26 Posch, Jasmin Brugg U12 1308 4 0 3 4.0 25.5 23.0
27 Di Petro, Diego Rupperswil U16 0 4 0 3 4.0 25.5 23.0
28 Baskin, Yusuf Döttingen-Klingnau U18 0 4 0 3 4.0 25.0 23.0
29 Singh, Vidushi Baden SG U12 0 4 0 3 4.0 25.0 23.0
30 Ragonesi, Danilo Oftringen U16 0 4 0 3 4.0 24.5 22.5
31 Pradeep, Riya Pelikan Rheinfelden U12 0 4 0 3 4.0 23.5 21.5
32 Schmitz, Jerome Brugg U16 0 4 0 3 4.0 23.0 22.0
33 Rahm, Fabian Brugg U16 0 4 0 3 4.0 19.5 17.5
34 Lindemuth, Fabian Baden SG U16 1173 3 1 3 3.5 29.0 26.0
35 Larsen, Kaj Rupperswil U12 0 3 1 3 3.5 22.0 21.0
36 Johannesson, Rasmus Lenzburg U16 0 3 0 4 3.0 29.0 27.0
37 Hafner, Alexander Döttingen-Klingnau U12 0 3 0 4 3.0 27.0 25.0
38 Na, Nick Brugg U12 1147 3 0 4 3.0 26.0 24.0
39 Böni, Liam Lenzburg U16 0 2 2 3 3.0 26.0 24.0
40 Wiederkehr, Justin Brugg U12 0 3 0 4 3.0 25.5 23.5
41 Rüegg, Isabell Brugg U12 1163 3 0 4 3.0 25.0 24.0
42 Karalic, Elena Döttingen-Klingnau U16 0 3 0 4 3.0 24.5 23.5
43 Mishawar, Vihan Baden SG U12 0 3 0 4 3.0 23.5 21.5
44 Mishawar, Vivan Baden SG U12 0 3 0 4 3.0 23.5 21.5
45 Bär, Charlie Pelikan Rheinfelden U16 0 2 2 3 3.0 23.0 22.0
46 Borer, Bent Niederlenz U12 1237 3 0 4 3.0 23.0 21.0
47 Keusch, Violet Brugg U12 0 3 0 4 3.0 22.5 21.5
48 Birrer, Noël Freiamt SC U16 1174 3 0 4 3.0 22.0 20.0
49 Bagci, Tarik Pelikan Rheinfelden U12 0 3 0 4 3.0 21.5 20.5
50 Jurjevic, Martin Baden SG U16 0 3 0 4 3.0 21.0 20.0
51 Weber, Janick Pelikan Rheinfelden U16 0 3 0 4 3.0 20.0 19.0
52 Schwarb, Matti Niederlenz U12 0 2 1 4 2.5 22.5 20.5
53 Varrazza, Elia Manuel Aarau SK U12 0 2 1 4 2.5 20.5 19.5
54 Klimov, Platon Aarau SK U12 0 2 1 4 2.5 18.5 17.5
55 Esakiraj, Sanjay Baden SG U12 0 2 0 5 2.0 22.0 20.0
56 Wildi, Lukas Döttingen-Klingnau U12 0 2 0 5 2.0 21.0 19.0
57 Koya, Sarayu Baden SG U12 0 2 0 5 2.0 20.5 19.5
58 Enderli, Nico Freiamt SC U12 1148 2 0 5 2.0 20.5 19.0
59 Haller, Alexander Aarau SK U16 0 1 2 4 2.0 20.0 19.0
60 Spelli, Sebastian Freiamt SC U12 0 2 0 5 2.0 20.0 19.0
61 Nandhakumar, Vishva Advik Brugg U12 0 2 0 5 2.0 19.5 17.5
62 Wankel, Pierre Freiamt SC U12 0 2 0 5 2.0 17.5 16.5
63 Karas, Dominik Baden SG U12 0 1 0 6 1.0 21.5 20.0
64 Schnider, Elario Niederlenz U12 0 1 0 6 1.0 18.0 17.0
65 Kilicer, Nicolas Lenzburg U12 0 1 0 6 1.0 16.5 15.5
66 Spelli, Diana Freiamt SC U12 0 0 2 5 1.0 14.5 13.5
67 Bösch, Loris Lenzburg U12 0 0 0 7 0.0 12.5 12.5
68 ---   0 0 0 0 7 0.0 0.0 0.0
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SMM 24 - Runde 4: Sieg für SCL2, Niederlagen für 1 und 3

In der 4. Runde der SMM 2024 konnte SCL2 endlich den ersten Sieg einfahren. Mit 5½-½ fiel dieser zudem sehr deutlich aus. Der ML konnte auf das stärkst mögliche Team zugreifen. Die Siege verbuchten Jürg Hertli, Raul Sanz, Maciej Kwiatkowski, Hamid Rahimi und Peter Bucher. Martin Schmid holte an Brett 1 Remis.

SCL1 musste gegen SwissCHess Academy 1 ein deutliche 1-7 Niederlage einstecken. Die Akademie war an den ersten Brettern mit zwei Titelträgern angetreten: U20 WIM Sofiia Hryzlova (2268) an Brett 1 und FM Davide Podetti 2266 an Brett 2. Bis Brett 7 hatten alle Spieler um und über 2050 ELO. An Brett 8 spielte der 14 jährige Noah Pellegrini mit einer ELO-Zahl von 1889. Entsprechend konnten für Lenzburg nur Michael Bühler und Rolf Walt je ein Remis holen.

Bei SCL3 konnte nur Giovanni Secreti gewinnen. Giovannis sechster Sieg im 7. SMM-Einsatz. David Bernet und Livio Mazzoni holten ein Remis zur 2-4 Niederlage.

 

SCL4 hatte spielfrei.

 

Paarung Datum  Resultat   
SwissCHess Academy 1 - Lenzburg 1    Sa, 25.05.2024     7  -  1
Lenzburg 2 - Nimzowitsch 3    Do, 23.05.2024         5½ - ½
Lenzburg 3 - Schlieren 1       Do, 23.05.2024     2  -  4 
Lenzburg 4        Spielfrei          

 

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SMM 2024 - Runde 3

Die erste Mannschaft Musste zu Hause gegen Reti 3 die erste Niederlage der Saison einstecken. Die Punkte zum  2.5 - 5.5 lieferten Stephan Zaugg und Rolf Walti mit je einem Sieg sowie Norbert Oze mit einem Remis.

 

SCL 2 holte gegen Liestal 1 den ersten Punkt.  Maciej Kwiatkowski, der bei seinem ersten Einsatz für die Lenzburger gleich gewinnen konnte und Peter Bucher holten je einen vollen Punkt. Raul Sanz und Jacques Villars erreichten ein Remis. Das ergab 3 Punkte in der Endabrechnung für Lenzburg und 3 für Liestal.  

 

SCL 3 musste auswärts gegen Réti 5 eine herbe Niederlage einstecken. Nur Givanni Secreti konnte gewinnen, die anderen Bretter gingen alle an die Zürcher.

 

SCL 4 verliert auswärts gegen Gligoric. Die Mannschaft war mit vier Junioren angetreten. Die vielen urlaubsbedingten  Absenzen konnten durch David Bernet sowie den die drei Schülern Benjamin Moser, Raffaele de Meo und Luca Schraitle kompensiert werden. Gligoric 2 hingegen hatte eine Mannschaft mit Spielern zwischen 1600 und 1900 aufgeboten. Obwohl der Wertungsunterschied an ihren Brettern bereits erheblich war, schlugen sich die drei Schüler bravourös, mussten jedoch nach drei Stunden die Waffen strecken. Ihre Leistung ist dennoch sehr bemerkenswert, insbesondere wenn man bedenkt, dass Raffaele gegen den stärksten Spieler Gligorics am Brett antreten musste. Die Punkte holten David Bernet und Michael Wigger mit zwei Schwarzsiegen. Tim Betsche hatte in der Eröffnung einen Bauern geopfert und eine starke Angriffsstellung aufgebaut. Leider konnte sein Gegner die Stellung in ein gewonnenes Endspiel abwickeln. So bleibt am Ende eine 2 - 4 Niederlage stehen.

 

Paarung Datum Resultat
Lenzburg 1 - Réti 3 Sa, 27.04.2024     2 -   5
Lenzburg 2 - Liestal 1     Do, 25.04.2024     3  -  3
Réti 5 - Lenzburg 3       Do, 25.04.2024               5  -  1
Gligoric 2 - Lenzburg 4       Sa, 27.04.2024     4  -  2 
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TAKTIV 34

 

Inhalt des Zyklus 34:

„Der Gegner ist am Zug – an was studieren wir nun herum?“

 

Teil-1: Kleine Aufwärmübung: Immer wieder neue Mattbilder (zum Einprägen)

Teil-2: In der Eröffnungsphase

Teil-3: Im Mittelspiel

Teil-4: Zwischenübung zu Endspiel-Mattbildern

Teil-5: Im Endspiel und in der Zeitnotphase

Teil-6: Zwei Musterpartien, wo sich Vorabdenken auszahlte

 

Nach ein paar Taktikübungen am Brett als Aufwärmrunde, erarbeitete Jürg mit den rund 10 Teilnehmenden ein paar Regeln für das "Rechnen" während der Gegner am Zug ist. Wann sollte man Energie sparen und "nur" den Kopf lüften (aufstehen), bzw. einfach die Stellung abchecken (Fallen / Gabeln etc. auf beiden Seiten)? Wann sollte man aber vorausschauend rechnen? Je nach Partiephase unterscheiden sich Jürg Empfehlungen dazu.

 

Als konkrete Beispiele zeigte er zwei Stellungen aus eindrücklichen Partien von sich selber am Zürcher Seniorenturnier 2024. 

 

Zum Abschluss gab es dann wieder einige Aufgaben zum Thema Mattmotive. Einmal mehr machte uns Jürg drauf aufmerksam, wie wichtig es ist, Mattmotive gut zu kennen - sprich immer wieder gut zu studieren.

 

-> Unterlagen siehe unter Download. Nachfolgend die beiden Partien (ab bestimmten Stellungen), die Jürg uns vorstellte:

 

Stellung nach 13... a5: Weiss am Zug muss 14. a3 spielen. Danach braucht er nicht weiter an 14... a4 rumzurechnen,  denn 15. La2 wäre ja einfach erzwungen. Da aber Schwarz - nebst a4 - nicht allzu viele weitere sinnvolle Züge hat, (0-0-0, Sb6, Tg8) lohnt es sich nach a3 mit Schwarz am Zug, etwas über die Stellung und die eigenen Pläne nachzudenken.

 

Stellung nach 7... d4:  Der Springer muss ziehen. 8. Se2 bietet sich an. Einem Taktiker wie Jürg springt natürlich das Opfer 9. Sxe5 ins Auge, denn eine auf e5 zurücknehmende Dame hätte schon sehr wenige Felder und der Läufer könnte diese - dank dem  Springer auf e2 - auf f4 direkt angreifen. Also kann man nach Se2 während Schwarz überlegt, schon mal ausloten, nach welchen schwarzen Zügen dieses Opfer allenfalls zu rechnen wäre und welche es direkt verhindern würden. 

 

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TAKTIV 34
Taktiv-34_Gegner-amZug.pdf
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SMM 2024 - Runde 2

Die erste Mannschaft gewinnt auch in der zweiten Runde. Gegen Locarno gab es ein 4.5 - 3.5,Björn Bcklund , Michael Bühler und Oliver Killer konnten gewinnen, Sebastian Hoffmann, Rolf Walti und Jürg Hertli holten je ein Remis.

 

SCL 2 musste auch in der zweiten Runde alle Spiele verloren geben. Einen Brettpunkt gab es trotzdem, da der Gegner Roche 1 nur zu fünft angereist war.  

 

SCL 3 In der zweiten Runde holte sich SCL3 den ersten Punkt.  David Bernet, Giovanni Secreti und Mannschaftsleiter Philipp Tanner holten die drei Brettpunkte zum Remis gegen Escher Wyss 1.

 

SCL 4 Konnte gegen Zug 2 einen 5-1 Kantersieg abholen. Alle Spieler punkteten, Arnold Mienert, Livio Mazzoni und Raffaele die Meo je mit einem Sieg und Tim Betsche und Michael Wigger mit einem Remis. Luca Rusconi erhielt einen Forfaitsieg, da die Gegnermannschaft mit einem Spieler zu wenig angetreten war.

 

Paarung Datum Resultat
Lenzburg 1 - Locarno 1 Sa, 13.04.2024   4½ - 3½  
Lenzburg 2 - Roche 1     Do, 11.04.2024     1  -  5
Lenzburg 3 - Escher-Wyss 1        Do, 11.04.2024               3  -  3
Lenzburg 4 - Zug 2 Sa, 12.04.2024     5  -  1
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Frühlingsblitz 2024 - Sieg für den Gast aus Aarau

 "Das ist eine hervorragende Idee!", hatte der Spielleiter Maciej Kwiatkowski geantwortet, als dieser ihm schrieb, dass er am Frühlingblitz teilnehmen gedenke, um die Spieler von Lenzburg und sie ihn kennen lernen zu können. Kennen lernen deshalb, weil Maciej für Einsätze bei den Lenzburger SMM-Mannschaften zugesagt hatte. Der Spielleiter war anlässliche eines SGM Matches mit dem SK Aarau auf Maciej aufmerksam geworden und hatte ihn für Lenzburg gewinnen können. Eine gute Idee, war seine Teilnahme dann aber vor allem auch deshalb, weil er gleich ganz gross auftrumpfte und alle Spiele gewann. Mit 7 aus 7 holte er sich souverän den ersten Platz. Dabei konnte er gar Norbert Oze schlagen, der mit 6/7 zweiter wurde. Das Podest vervollständigte David Bernet mit 5 aus 7.

 

13 Spieler fanden sich zum Frühlingsblitz - ein toller Erfolg. Und wenn es da nicht noch eine parallel stattfindende Cup-Nacholpartie und eine kurzfristige Absage gegen hätte, wären es gar 16 gewesen.

 

Runde 8 - jene an der Bar war dann die gemütlichste von allen.

 

 

Zur Resultatseite des Schachclubs Lenzburg

 

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SMM 2024 - Runde 1

Die Lenzburger Teams starten unterschiedlich in die erste SMM-Runde.


Die erste Mannschaft empfing am Samstag, 08.03.2024 Baden 1 - eigentlich ein Auswärtsspiel, das aber in Lenzburg durchgeführt wurde. Es war das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams im Rahmen der SMM seit dem Aufstiegsfight vom Dezember 2021. Die Lenzburger konnten eine Revanche der Limmattaler erfolgreich verhindern und siegten 5-3. Martin Schmid, Arnold Mienert und Norbert Oze mit je einem Sieg sowie Michael Bühler, Sebastian Hoffmann, Stephan Zaugg und Rolf Walt mit je einem Remis holten die Punkte.

 

SCL 2 spielte ebenfalls am  Samstag auswärts in Therwil. Dort wartete ein Gegner, der eine nominelle Stärke aufwies, die etwa jener entsprach, mit der die Lenzburger "Erste" sich in der Saison 2022 hatte in der NLB halten können: Zwei Spieler über 2200, ein 2100er, ein 2000er und einem Schnitt von 2048 ELO. Entsprechend war für ein ersatzgeschwächtes SCL2 (ELO-Schnitt 1723) nichts zu holen: 6-0 lautete das klare Verdickt. An den Brettern sah es zwar lange Zeit aus, als könnten die Aargauer den einen oder anderen halben Punkt sicherstellen, aber diese Hoffnung löste sich in dem immerhin 3½ Stunden dauernden Match nach in nach in Luft auf. 

 

SCL 3 trat im ersten 3.-Liga-Spiel auswärts in Wollishofen ebenfalls ersatzgeschwächt an. So kam Johnny Wiederkehr zu seinem ersten SMM-Einsatz. Mannschaftsleiter Phil Tanner setze diesen kurzerhand an Brett 1 und sich selber an Brett 2 in der Hoffnung, an den hinteren Brettern die entscheiden Punkte abzuholen. Johnny schlug sich tapfer musste aber am Ende den Punkt abgeben. Da aber Phil selber gewann und auch Raul Sanz siegte sowie David Bernet ein Remis beisteuern konnte, wäre diese Taktik fast aufgegangen. Aber schlussendlich konnte Wollishofen an den weiteren Brett dann doch die restlichen Punkte und damit den Sieg für sich verbuchen.  

 

Auch das letztes Jahr neu gebildete "Samstagsteam" SCL 4 durfte erstmals in der 3. Liga ran. Zu Hause gab es beim 3-3 Remis Nimzowitsch 5 gleich den ersten Mannschaftspunkt. Mannschaftsleiter Michael Wigger war mit vier (!) Junioren angetreten. Durch ein unglückliches Abspiel in der Eröffnung geriet Luca Rusconi früh ins Hintertreffen. Danach erspielten sich aber Luca Schraitle und Livio Mazzoni zwei sichere Remis. Nach etwa drei Stunden sah es zunächst so aus, als könnte auch Raffaele De Meo gewinnen, der Gegner konnte die Partie aber halten. An Brett 1 (Tim Betsche) und Brett 2 (Michael Wigger) wurden zunächst Remisangebote - mal von Wollishofen, mal von Lenzburg - abgelehnt. Die Partien endeten dennoch Remis - an Brett 1, schliesslich doch auf Vereinbarung und an Brett 2 hart erspielt durch Michael, der ein Turmendspiel mit gleich vier vereinzelten Bauern halten konnte. 

 

Paarung Datum Resultat
Baden 1 - Lenzburg 1 Sa, 08.03.2024     3  -  5
Therwil 1  - Lenzburg 2       Sa, 08.03.2024     6  -  0
Lenzburg 3 - Wollishofen  4  Do, 07.03.2024              2½ - 3½
Lenzburg 4 - Nimzowitsch 5 Sa, 08.03.2024     3 -  3
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TAKTIV-33 - Qualitätsopfer

Hervorragende 12 Spieler wohnten Jürgs TAKTIV 33 bei. Und alle waren sich einig: Es hat sich gelohnt. Jürg brachte uns das Qualitätsopfer näher. Er unterscheidet dabei zwischen einem taktischen Opfer und einem positionellen Opfer. Das taktische scheint bei ersten Ansehen einfacher zu sein, weil man es ja zu einem  konkreten Zweck eingeht, wie etwa bei einer Mattkombination.  Allerdings hat sich der Opfernde damit auch verpflichtet, alles genaustens durchzurechnen. Wird nur ein unscheinbarer Zwischenzug oder ein Feld das unerwarteterweise gedeckt ist, übersehen, geht die Partie wohl direkt mit Materialverlust verloren.

 

Anders ist es beim positionellen Qualitätsopfer: Hier sind es allgemeine Stellungsmerkmale und die Erfahrung, die einem das Opfer wählen lassen. Dieses Gefühl für die Stellung kann man trainieren. Einerseits opfert man, um einen gegnerischen "Riesen" in Form einer Leichtfigur loszuwerden (also eher verteidigend) oder, um sich selber einen solchen Giganten oder andere Vorteile, wie kaum zu verteidigende Schwächen oder eine erdrückenden Bauernmehrheit an einem Flügel, zu verschaffen. Das erreichte ergibt dann längerfristig einen bestimmten Plan für das weitere Spiel.

Jürg belegte diese Theorie mit diversen lehrreichen Beispielen. Anschliessend zeigte er eine eigene Blitzpartie, die er gleich mit zwei (!) positionellen Qualitätsopfern in der Spätphase der Eröffnung und dann noch zwei Springeropfern zum Sieg führte. Der Gegner hatte zwar Gelegenheit, diese Opferparade zu betrafen, was er aber verpasste (Blitzpartie plus Druck des Gegners). Jürg gewann wunderschön - indem er das Material nach und nach zurückgewann und in schliesslich ein gewonnenes Bauernendspiel (2 sichere freie Mehrbauern) erreichte.

 

Den Abend beendete er mit einigen lehrreichen Taktikaufgaben zu verschiedenen Mattmotiven - Jürg legt den Schülern immer wieder nahe, wie wichtig es ist, diese Motive zu kennen und zu trainieren.

 

Nicht nur die gezeigte Partie - sondern auch der Theorie-Abend war ein weiteres  Meisterstück von Jürg.

  

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TAKTIV 33
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Repertoire von ChatGPT? - Ein Selbstversuch

Was nützt künstliche Intelligenz dem Schachspieler? Kann sie etwa helfen, ein Schach-Repertoire aufzubauen? Ich wollte es wissen und habe ChatGPT gefragt, was sie / er / es (?) einem Katalanisch-Liebhaber empfiehlt, mit Schwarz zu spielen. 

 

Die Erfahrung zwar zwiespältig. Einerseits war ich völlig überrascht, wie ich mit dem Bot einen längeren Dialog in ansprechendem Deutsch führen konnte. Ebenso bemerkenswert ist, wie konkret er mit den Schacheröffnungen und den dazu passenden Zügen hantiert und wie im Groben eigentlich schlüssige Vorschläge machte. Genauso problematisch sind aber auch die vielen versteckten Fehlinformationen und Ungenauigkeiten, die er im Brustton der vollen Überzeugung von sich gibt.  Viele der gut tönenden Anregungen sind 'Allgemeinplätze' und entsprechend unkonkret, andere sind sogar schlichtweg falsch.

Hier der teilweise recht amüsante Dialog:   >>>

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Oliver Killer - Internationaler Meister im Fernschach

Eigentlich wären Olivers Erfolge im Fernschach schon lange ein Bericht wert gewesen. Denn immerhin ist der frühere Präsident des Schachclubs Lenzburg seit 2019 Internationaler Meister und damit wohl der einzige Titelträger des Schachclubs Lenzburg. Hmm, stimmt nicht ganz: Denn Emil Klaus, der Vorgänger von Oliver im Präsidentenamt, ist CCM (Correspondence Chess Master).

Aufmerksam wurden wir auf Olivers Fernschachstärke, er hat eine beindruckende ELO von 2389, aber leider erst durch das Interview, welches er dem Schachbund gab, worüber wir letzten November berichteten.

 

Oliver, übrigens auch Vorstandmitglied der Schweizer Fernschachvereinigung, gewann die 2023  zu Ende gehende 28. Ausgabe der Schweizer Fernschachmeisterschaft, geteilt mit drei weiteren Spielern. Im Fernschach sind die allermeisten Partie remis. Gelingt es aber, einen Gegner niederzuringen und alle anderen Partien zu halten, ist das schon fast mit dem Titel gleichzusetzen. Das zu erreichen, ist aber äusserst schwierig. Es braucht gewaltige Präzision in jedem Zug. Allein die Engine spielen zu lassen reicht da nicht. Entsprechend endeten in der genannten Meisterschaft von 78 Partien deren 74 mit einer Punkteteilung.

 

Darüber wurde in der Schweizer Schachzeitung berichtet und eine von Oliver kommentierte Partie veröffentlicht (siehe angehängter Download), weshalb wir das Thema gerne nochmals aufnehmen und diese Partie - diesmal eben kommentiert -  erneut zum Nachspielen wiedergeben.

 

 

Tabelle der 28. Schweizer Fernschachmeisterschaft. (Quelle: iccf.com)

 

Place Tital Name ELO Score Wins SB
1 IM Killer, Oliver 2377 6.5 1 38.5
1 IM Salzmann, Stefan 2345 6.5 1 38.5
1 IM Corbat, Philippe 2418 6.5 1 38.5
1 SIM Mayer, Roger 2486 6.5 1 38.5
5 CCM Müller, Martin 2332 6 0 36
5 IM Wölfelschneider, Peter 2399 6 0 36
5 SIM Schmid, Pablo 2514 6 0 36
5 IM Schmalz, Peter 2401 6 0 36
5 CCM Egger, Reto 2365 6 0 36
10 CCM Wegelin, Reinhard 2339 5.5 0 33
10 IM Schoch, Thomas 2386 5.5 0 33
10 CCM Mislin, Roger 2336 5.5 0 33

 

 

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Schweizerische Schachzeitung 6-2023 - Auszug Seiten 34- 45
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Die Meister aus Böju beim Doppel-Simultan

Um es gleich vorneweg klarzustellen: Die beiden Meister aus Böju sind natürlich keine GMs, sie sind weder IM noch FM nicht mal Candidate Masters. Sie sind einfache Klubspieler mittlerer Stärke. Aber sie sind halt eben Klubmeister. Lothar und  Jacques , beide aus dem gleichen Dorf stammend  - Böju eben - nutzten ihre Chance im gleichen Kalenderjahr. Lothar schaffte den Titel in der VM der Saison 2022-2023 und Jacques gleich anschliessend in der Meisterschaft des 2. Halbjahres 2023

 

In der verkürzten Saison zur Angleichung des Vereinsjahres an das Kalenderjahr war kein Platz für ein Vereinsmeistersimultan, daher verpasste Lothar bei seinem ersten VM-Titel dieses Sahnehäubchen auf der Meisterkrone. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, daher traten die beiden Böjuer nun an einem  gemeinsamen Anlass an.

 

Die Aufgabe, die sich den beiden stellte, war natürlich schwierig: Vereinsmeister sind sie wohl schon, aber an den 7 Brettern hatten sie mehrheitlich gegen nominell in der gleichen Liga spielende oder gar stärkere Gegner anzutreten. Etwas Kompensation gab dann doch, denn auch die Gegner kriegten durch dieses "Doppelsimultan" eine leicht erschwerte Aufgabe gestellt: Jeder spielte an zwei Brettern, hatte also auch sein kleines Simultan. Diese spezielle Aufstellung war äusserst witzig und die Stimmung entsprechend locker - jedenfalls zu Beginn. Lothar und Jaques spielten ansprechende Eröffnungen (beiden wichen aber von ihrem Stammrepertoire ab), so dass über die ersten Züge ausgeglichene Stellungen entstanden, was natürlich auf beiden Seiten den Ehrgeiz weckte und den Plauderpegel schnell auf das im Schach normale Niveau "Null" senkte. Irgendwann zeigte sich am einen oder anderen Brett dann aber doch, wie schnell man etwas positionell oder taktisch übersehen kann, wenn man so viele Stellungen im Kopf hat und so schnell ziehen muss.

 

Aber Jacques und Lothar schlugen sich aber wacker und holten beide respektable 3 Siege bei 4 Niederlagen. Damit war der Anlass auch für die angetretenen Herausforderer absolut gelungen.

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