Jeden Donnerstag spielen wir ab 20:00 Uhr im Hotel Krone in der Lenzburger Altstadt. Schachinteressierte sind jederzeit herzlich eingeladen, einen Blick in den Spielsaal zu werfen, unverbindlich mitzuspielen oder an unseren Turnieren teilzunehmen.




TAKTIV 29: Schwarz gegen 1.c4

Schwarz am Zug. Taktische Turnierstellungen von  Michael Dittmar
Schwarz am Zug. Taktische Turnierstellungen von Michael Dittmar

TAKTIV Zyklus 29:

„Einfache und einprägsame Schwarz-Strategie gegen 1. c2-c4“

 

Im seinem 29. Training unter dem Namen TAKTIV arbeitete Jürg zunächst mit den Teilnehmern zusammen die grundsätzlichen Charakteristiken der Weiss-Eröffnung heraus:

 

 a) Ist die Eröffnung von Weiss eher taktisch oder positionell gedacht?
b) Welche Stellungen könnten nach 5-7 Zügen auf dem Brett stehen?
c) Existiert ein grosses Theoriewissen zu dieser Eröffnung?
d) Kann ich diese Theorie-Vielfalt mit bestimmten Zügen einschränken?

 

Gegen diese Weiss-Eröffnung ist das Schwarz-Rezept sehr klar strukturiert und einfach zu merken. Die PDF Unterlage zeigt das simple Konzept, das gut spielbare Stellungen mit klarem Ziel ergibt. Natürlich bleibt Schwarz auch hier der Nachziehende und Weiss hat einige Möglichkeiten, um den Ausgleich zu verzögern bzw. das Gegenspiel zu limitieren. Jürg zeigte auch diese Ideen. Unter anderem ein sehr starkes positionelles Bauernopfer, das Björn gegen den schwarzen Aufbau fand.

 

Kurz nach dem Kurs spielt Jürg folgende Kurzpartie gegen einen 1600er auf Lichess, die gute das Potential des schwarzen Aufbaus zeigt, wenn Weiss einfach nur "normale" Züge macht:

 

 

Nach 15..Sb4 war es dann schon fast vorbei. 

(Weiss hätte schon nach dem zu frühen 5.e4 mit 5..Sb4 eine nur mit grossen Eingeständnissen abwehrbare Springergabel auf d3 drohen können. Jürg spielte aber seinen Aufbau konsequent weiter und hatte auch so mehr als Ausgleich).

 

  •  •  •

 

Zusätzlich zeigte Jürg zwei schöne taktische Stellungen, die ihm Michael Dittmar ab einem Turnier in Deutschland auf dem Brett hatte (Diagramme oben):


Stellung links (Schwarz am Zug, aus Sicht von Schwarz):

Tipp: Nutze die indirekte Fesselung von Sf3 und g2 kombinatorisch aus!

 

Stellung rechts (Schwarz am Zug, aus Sicht von Schwarz)):
Tipp: Bei beiden Königen besteht (trotz Turm auf g1 resp. g8) eine latente Grundreihenschwäche. Schwarz – am Zug – kann dies SOFORT ausnutzen, aber wie?

 

Lösung zu den beiden Stellungen:

Links 1..Txd4! Der Springer darf den Turm nicht schlagen wegen Dxh3+ mit Matt auf g2. Die angegriffene Dame hat aber kein gutes Feld. Nach 2.De2 folgt stark 2..Td3!!. Aber auch wenn man diesen Zug nicht findet, ist nach dem Tausch auf f3 Schwarz klar im Vorteil. Übrigens: Im ersten Zug mit dem Springer nehmen funktioniert auch, ist aber deutlich weniger stark, da der Tempoangriff auf die Dame fehlt (Weiss kann sich mit 1..Sg1 verteidigen) und sich der Springer mit 1..Sxd4 selber an den ungedeckten Turm d8 fesselt und so kein Abzugsangriff auf die Dame erfolgen kann. Dennoch ist Schwarz auch in dieser Variante dank seinem starken Figurenspiel klar in Vorteil (es droht etwa c5, c4).

Rechts: 1..Qe3! 2.Qxe3 (2.De4 Te8!) fxe3 gefolgt von Td8 und Td1. Obwohl Weiss zwei Tempi hat, bis der schwarze Turm auf d1 auftaucht, kann er nichts gegen die Bauernumwandlung tun. Der super starke Doppelbauer auf e3 verhindert, dass der König von f2 das Umwandlungsfeld deckt. Z.B. 3.Te1 Td8 4.h3 Td1

 

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Verteidigung gegen 1. c2-c4.pdf
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Aargauer Schachtag in Rohr

Zwei starke Freibauern für die Qualität: Ob man ein gewonnenes Endspiel in akuter Zeitnot (hier 50 Sek) gewinnen konnte, entschied an so manchem Brett darüber, ob man sich nach vorne orientieren konnte oder sich um "Schadensbegrenzung" kümmern musste.
Zwei starke Freibauern für die Qualität: Ob man ein gewonnenes Endspiel in akuter Zeitnot (hier 50 Sek) gewinnen konnte, entschied an so manchem Brett darüber, ob man sich nach vorne orientieren konnte oder sich um "Schadensbegrenzung" kümmern musste.

Offizielle Seite:

92. Aargauischer Schachtag in Aarau Rohr – Schachverband Aargau (schachaargau.ch)

 

Endlich wieder Schachtag! Nach Corona-bedingten Absagen in den beiden Vorjahren konnte der SK Aarau in Rohr endlich den 92. Schachtag organisieren. Und das taten sie den auch hervorragend. Von der gut vorbereiteten und schnellen Anwesenheitskontrolle über das Mittagessen bis hin zum Material, dem Lokal und – das wichtigste – dem Spielbetrieb: Alles funktionierte bestens und solide. Und sie schafften es dazu auch noch, über 20 Spieler am Turnier teilnehmen zu lassen. Echt beeindruckend!

 

Lenzburg war ebenfalls mit einer für unsere Verhältnisse recht grossen Delegation angetreten. Neun Spieler fanden sich vor Ort ein. Angeführt von Rolf Walti, der mit 4 Punkten aus 7 Runden im A-Turnier auch gleich für das beste Ergebnis besorgt war. Ebenfalls im A-Turnier spielten die «neo-1800er» Peter Bucher (hervorragende 3 Punkte , Rang 18) und Michael Dittmar (tolle 2.5 Punkte Rang 20).

 

Im B-Turnier erzielte Lothar mit 5 Punkten und Rang 7 das beste Ergebnis gefolgt von Andrii Bulat (4.5 Punkte / Rang 14), Raul Sanz 4.0/20, Simon Jürgen (4.0 / 21). Kilian Pedolin und Phil Tanner spielten an ihrem ersten Schachtag ebenfalls tolle Partien, mussten aber wegen Zeitnot den eine oder anderen Punkt dem Gegner überlassen. Sie erreichten 2 aus 7 resp. 1 Punkt aus 5 Runden.

 

7 Partien an einem Tag mit nur kurzen Pausen bedeutete für alle Teilnehmer eine grosse Herausforderung. Dafür kriegt man aber auch gutes Feedback über die eigenen Eröffnungen und wo man grundsätzlich sein eigenes Spiel verbessern kann.

 

Gewonnen wurde das A-Turnier von Favorit Jochem Snuverik, der sich mit 5.5 Punkten und nach gewonnener Entscheidungspartie Aargauer Schnellschachmeister 2022 nennen darf. Das B-Turnier konnte Rolf Schärer mit 6.5 Punkten für sich entscheiden. Beide trugen die Farben der SG Baden. Nebst den Erwachsenen wurden auch 38 Kinder im C-Turnier teil (nebst jenen, die im A- und B-Turnier antraten). Das ist eine beachtliche und sehr erfreuliche Anzahl! Hier konnte Iskander Bashirov des SK Aarau mit 6.5 Punkte gewinnen.

 

Neben der Einzelrangliste hat beim Schachtag immer auch die Mannschaftswertung eine sehr hohe Bedeutung. Man durfte gespannt sein, ob Mutschellen, der Überraschungssieger von 2019 den Seriensiegerin und Favoritin SG Baden auch diesmal würde übertrumpfen konnte. Und tatsächlich: Dank vier Spielern in den Top 7 des A-Turniers und weiteren guten Leistungen konnte Mutschellen den Titel verteidigen. An vorderster Front dabei waren auch Clubmitglieder in  Lenzburg: Arnold Mienert, der sogar den späteren Sieger Jochem schlagen konnte, holte mit 4.5 Punkten Rang 6 direkt vor Martin Wiesinger (4.0 Punkte, Rang 7). Als weiterer Lenzburger erreichte der für den SK Aarau startende Norbert Oze im A-Turnier mit guten 3.5 Punkten Rang 12.

 

Lenzburg erreichte in der Mannschaftswertung den soliden 7. Rang.

 

Und wenn wir schon bei Lenzburger Clubmitglieder sind: Zu erwähnen ist natürlich auch Co-Turnierleiter Roland Burri, der zusammen mit Roland Senn für den eingangs erwähnten reibungslosen Ablauf sorgte und auch souverän alle Stolpersteine meisterte, welche ihm die Spieler in den Weg stellten. Von falschen Resultateinträgen, Spiel an falschen Bretten und Fehlzügen während der Partie war da so ziemlich alles vorhanden. Ach ja: Und für einen grösseren Teil der Kinder war Roland Burri als Jugendleiter auch noch zuständig...

 

Übrigens: beim abgebildeten Endspiel gibt es viele Möglichkeiten, die einfachste Methode ist aber, erst den König nach e2 zu stellen, damit sich weder Bauer c4 noch Turm bewegen können, und dann den Läufer auf die andere Diagonale zu überführen. Was auch so gespielt wurde:
1. Ke2 g5 (1..Tg3?? Lb6+ mit baldigem Matt) 2. Le3 Ke7 3. Lxg5+ Kxe6 4. d8=D Txd8 5. Lxd8 Ke5 6. Kf3 c3 7. Lg5 1-0

Der Läufer hält den schwarzen Freibauern auf, während der sich König um die verbliebenen Bauern und die Bildung einer Dame kümmern kann.

 

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Rangliste Aargauer Schachtag 2022 in Rohr
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Mannschaftswertung Aargauer Schachtag 2022
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Das Märchen geht weiter: SCL1 bleibt in der NLB!

Lenzburg 1 verliert zwar das letzte Spiel der Saison gegen Winterthur 2 mit 3½ - 4½ kann aber dennoch feiern. Da St. Gallen gegen den Tabellendritten Bodan "nur" ein Unentschieden erreichte, verbleiben die Ostschweizer auf dem zweiten Abstiegsplatz. Bereits vor der Schlussrunde stand Wollishofen als Absteiger fest.

 

Lenzburg 1 der Saison 2022 ist das erste Lenzburger Team, das den Liegaerhalt in der zweithöchsten Liga schafft! Wir gratulieren herzlich!

 

Die Lenzburger wollten im letzten Spiel unbedingt punkten und sich so den Ligaerhalt sichern. Aber auch Winterthur musste noch bangen und tat alles für einen Erfolg. Entsprechend besetzen die Zürcher Brett 1 mit GM Igor Khenkin (ELO 2581). Ihm folgten an den Brettern 2 -5 weitere vier Spieler zwischen 2150 und 2200 ELO. Die Lenzburger hielten gut dagegen. Die Stellungen waren lange ausgeglichen. Norbert Oze und Rolf Walti holten ein Remis. Sebastian Hoffmann geriet dann aber in Schwierigkeiten und musste schliesslich den Punkt dem Gegner überlassen. Ebenso erging es Martin Schmid, der gegen den Grossmeister wie gewohnt sehr aktiv spielte und das Spiel lange offen halten konnte, und Can-Elian Barth. An Brett 2 gab es dann durch Philipp Huber eine erste Erfolgsmeldung.  Björn konnte einen gut aussehenden Königsangriff des Gegners parieren und ebenso einen halben Punkt holen. In langem Endspielfight sorgte schliesslich Arnold Mienert, dass der letzte Punkt noch in Lenzburg blieb.

 

Insgesamt gab es also eine recht knappe Niederlage. Angesichts der Stärke des Gegners zeigte das Team aber wiederum eine höchst respektvolle Leistung. Ein paar Stunden später war das alles aber vollkommen egal: Als die Meldung eintraf, dass der Ligaerhalt trotzdem geschafft war, gab es kein Halten mehr. 

 

Verdient haben die Lenzburger diesen Ligaerhalt allemal. Die Mannschaft hatte gleich zu Beginn der Saison ein eindrückliches Zeichen gesetzt und befand sich über die ganze Saison hinweg nicht ein einziges Mal auf einem Abstiegsplatz.

 

Die Mannschaft zeichnete eine unglaubliche Konstanz und Spielfreude aus. Ganze 5 Spieler standen alle 9 Runden ihren Mann - zwei weitere waren mindestens 7 Runden mit dabei. Diese Treue, und die Ausgeglichenheit der Mannschaft waren das Erfolgsgeheimnis - dazu gehörte aber auch ein Mannschaftsleiter, der immer wieder eine glückliche Hand und das richtige Gespür bewies und mutig voranmarschierte. 

Kein GM, kein IM, kein Spieler mit mehr als 2250 ELO und trotzdem Nati B - tauglich! Unglaublich!

 

Rang Team    Punkte     Brett-Pt
1 Mendrisio * 18.0 54½
2 Glarus 12.0 39½
3 Bodan 11.0 40½
4 Tribschen 11.0 42.0
5 Olten 8.0 35½
6 Winterthur II 8.0 34.0
7 Gligoric 8.0 28½
8 Lenzburg 6.0 29.0
9 St. Gallen ** 5.0 30.0
10 Wollishofen II **  3.0 26½

 

Aufsteiger in die NLA
**  Absteiger in die 1. Liga
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SCL1 verliert in Mendrisio - die Chancen auf den Ligaerhalt bleiben aber intakt

Lenzburg verliert nicht ganz unerwartet deutlich gegen die Überflieger (und nun sicheren NLA-Aufsteiger) aus Mendrisio mit 1 -7 . Dennoch gibt es Positives zu erzählen. Die beiden Junioren Can-Elian Barth und Andrii Bulat holen an den letzten beiden Brettern je ein Remis und sichern Lenzburg somit einen möglicherweise noch bedeutenden  Brettpunkt.

 

Dabei ist vor allem der halbe Punktgewinn des Ukraine-Flüchtlings und 16 Jahre alten Juniors Andrii Bulat mit seiner Wertungszahl von 1684 gegen den fast 500 ELO stärkeren IM Damir Levacic (ELO 2166) eine ganz besondere Geschichte. Andrii schaffte bei seinem ersten Einsatz in der zweithöchsten Liga der Schweiz gleich eine ganz dicke Überraschung! Dabei stand er zeitweise sogar besser als der Titelträger. Aber auch Can-Elians Leistung ist beeindruckend: Sein Gegner Alfredo Cacciola hat mit seinen zufälligerweise ebenfalls 2166 ELO auch 100 Punkte mehr als Can-Elian. Wer weiss, wie wichtig dieser halbe Brettpunkt noch werden kann!

 

Immerhin bleibt Lenzburg trotz der Niederlage auf Rang sieben, zwei Plätze vor dem ersten Abstiegsplatz. Der Gegner vom Sonntag, Tabellennachbar Winterthur 2 (Zwischenrang 6), hat gegen  Bodan-Kreuzlingen ebenfalls verloren und muss auch weiter zittern. Im Duell der Verfolger setzte sich eher überraschend Gligoric gegen St. Gallen durch. Gligoric holt damit punktemässig zu Lenzburg auf, bleibt aber wegen den tieferen Anzahl Brettpunkte in der Tabelle hinter Lenzburg.

 

Der Druck liegt nun bei St. Gallen. Alles andere als ein Sieg gegen das drittplatzierte Bodan würde den Abstieg und gleichzeitig den Ligaerhalt für Lenzburg bedeuten. Lenzburg hat es aber in der eigenen Hand: Mit einem Mannschafts-Remis gegen Winterthur bleiben die Seetaler definitiv oben in der NLB - egal was die anderen spielen. Es wird auf alle Fälle spannend! 

 

Sonntag, 6. Nov 22, 12:30 Showdown in der Krone: 

 

NLB, 9. Runde, Lenzburg 1- Winterthur 2

 

Rang Team    Punkte     Brett-Pt
1 Mendrisio 12.0 48½
2 Glarus 12.0 36½
3 Bodan 10.0 36½
4 Tribschen 9.0 37.0
5 Olten 8.0 32½
6 Winterthur II 6.0 29½
7 Lenzburg 6.0 25½
8 Gligoric 6.0 23½
9 St. Gallen 4.0 26.0
10 Wollishofen II 3.0 24½

 

 

 9. Runde 06.11.2022: 

Olten – Tribschen

Wollishofen – Mendrisio

Lenzburg – Winterthur

Gligoric – Glarus

St. Gallen – Bodan

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NLB: Showdown am 5./6.11.22 - SCL2 verzichtet auf Aufstiegsspiel

Lenzburg 1, NLB

Am Wochenende vom 5. / 6. November wird in der NLB eine Doppelrunde gespielt. SCL 1 reist am Samstag ins Tessin zum Leader und Gruppendominator Mendrisio und empfängt dann am Sonntag den punktgleichen Tabellennachbarn Winterthur 2.

 

Die Lenzburger haben als Siebentplatzierte den Ligaerhalt noch in den eigenen Händen. Das wird auch am Sonntag beim Heimspiel noch so sein, egal wie das Resultat im Tessin ausfällt: Da die beiden Verfolger Gligoric und St.Gallen am Samstag gegeneinander spielen, kann nur einer der beiden punktemässig zu Lenzburg aufschliessen oder Lenzburg überholen. Bei einem Remis könnten beide bis auf einen Punkt heranrücken.



Sonntag, 6. Nov 22, 12:30 Showdown in der Krone: 

NLB, 9. Runde, Lenzburg 1- Winterthur 2


8. Runde 05.11.2022: Glarus – Olten, Gligoric – St. Gallen, Mendrisio – Lenzburg, Tribschen – Wollishofen, Winterthur – Bodan 9. Runde 06.11.2022: Olten – Tribschen, Wollishofen – Mendrisio, Lenzburg – Winterthur, Gligoric – Glarus, St. Gallen – Bodan

 

Lenzburg 2, 2. Liga

Die zweite Mannschaft wurde nach dem geschenkten Sieg in Runde 7 (gleich vier Forfaitbretter seitens Roche 1) auf den Gruppenrang 2 katapultiert, was den Aufsteiger sogar berechtigen würde, das Aufstiegsspiel um die 1. Liga zu bestreiten. Eine Umfrage im Team ergab dann aber, dass die Mannschaft bei einem allfälligen Aufstieg nicht Bestand haben würde. Da die 1. Liga am Samstag gespielt wird, wären gleich mehrere Spieler nicht oder seltener zur Verfügung. Die meisten haben sich für einen Verbleib in der 2. Liga ausgesprochen, weshalb der Mannschaftsleiter der Turnierleitung den Verzicht auf das Spiel mitteilte.

 

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SMM SCL1 verliert - SCL2 auf Aufstiegsplatz

NLB (SCL 1)

2230 - so beziffert sich der gewaltige ELO-Schnitt, mit dem Glarus an den ersten 5 (!) Brettern aufwartete. Das sind 130 ELO pro Brett mehr als Lenzburg entgegensetzen konnte. Entsprechend gingen diese Bretter verloren. Damit endete auch eine schier unglaubliche Serie: 21x Remis in Folge hatte Björn Backlund in der SMM gespielt. Auf diesem Niveau ist das beachtlich: Denn 20 dieser SMM-Partien waren 1. Liga und NLB-Spiele. Gegen Fabian Ferster gab es  die erste Niederlage im Trikot der Lenzburger seit 2018. 

Ihre Partien gewonnen haben Sebastian Hoffmann und Stephan Zaugg. 

Lenzburg steht nun auf dem siebten (viertletzten) Rang. Die Entscheidung über den Ligaerhalt wurde vertagt auf die finale Doppelrunde Sa 5. / So 6. November. Gegner dort werden Leader Mendrisio und der punktgleiche Tabellennachbar Winterthur sein.

 

2. Liga (SCL 2)

SCL empfing Roche 1. Der Gegner hatte schon auf dem Matchblatt  zwei Spieler zu wenig. Von der verblieben 4 trafen aber 2 weitere nicht in der Krone ein. Somit erhielt Lenzburg 2 ganze vier Forfaitsiege geschenkt. Gespielt wurde auch noch. Michael Wigger konnte an Brett 1 gewinnen, Peter Bucher holte an Brett 3 ein Remis. Mit diesem 5½-½ Sieg überholt Lenzburg den Gegner Roche 1 und auch Luzern und erreicht den 2. Rang. Entsprechend  ist der Aufsteiger und das nominell schwächstes Team sensationell für das Aufstiegsspiel qualifiziert. Eine Umfrage wird zeigen ob dieses Abenteuer gewagt werden soll.

 

4. Liga (SCL 3)

SCL 3 verlor das Derby gegen Freiamt mit 2½-1½. Stefan Brandes, Philipp Tanner und Kilian, Pedolin holten drei remis. Damit beendet die dritte Mannschaft die Saison mit 4 Mannschaftspunkten aus 6 Runden auf dem vierten Rang. Das ist eine eindrückliche Steigerung gegenüber der Vorsaison, wo keine Punkte erspielt werden konnte. 

 

Lenzburg 1  -  Glarus 1  6    -   2
Lenzburg 2     -     Roche 1        5½  -   ½ 
Lenzburg 3  - Freiamt 2   2½  -  1½

 

 

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TAKTIV-28: Kurzrezepte für Schwarz

Zyklus 28:

„Kurzrezepte gegen die häufigsten Weiss-Eröffnungen und zwei Exoten-Eröffnungen“

 

1. b2-b4 (Oran-Utan) und 1.g2-g4 (Grob Attack) sind zwei Eröffnungen, die man selten auf dem Brett hat. Will heissen, der Gegner kennt sich bestens aus, während man selber nach "allgemeinen Prinzipien" spielt. Jürg erklärte die Absicht der Weissen und wie man mit Schwarz gegen diese spielen kann.

 

Wie angekündigt gab es KEINE grossen Theorie-Abrisse, sondern KURZE und EINPRÄGSAME Standardzugfolgen, die zu einer angestrebten Wunsch-Stellung führen sollen – oder sollten -> kurze (Stör-) Rezepte!

 

a) Möchte Weiss eher taktisch oder positionell spielen?

b) Welche Stellungen könnten nach 5-7 Zügen auf dem Brett stehen?

c) Existiert ein grosses Theoriewissen zu dieser Eröffnung?

d) Kann ich diese Theorie-Vielfalt mit bestimmten Zügen einschränken?

 

Wikipedia zu 1. b2-b4

Wikipedia zu 1. g2-g4

 

 

 

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Trainingsunterlagen Organ Utan und Grob's Angriff
Orang-Utang und Grob's Angriff.pdf
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Übersichtstabelle Eröffnungsvarianten
Variantenbaum aus dem Buch Grob's Angriff aus dem Jahr 1963
g2-g4-Eröffnung.pdf
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Herbstblitz: Hans-Martin gewinnt Kampf der Giganten

1977, 2080, 2084, 2272 lauten die ELO-Zahlen der 4 Topspieler des Herbstturniers. Dazu Jürgen mit ca. 1650 und Lothar mit 1733. Diese Mischung ergab ein Doppelrundiges Turnier.

 

Die Frage der letzten beiden Plätze ist schnell geklärt. Lothar der gegen keinen der Topspieler auch nur annähernd Punkte sah, konnte gegen Jürgen, der gegen die Cracks einige gute Partien spielte, aber dann doch alle verlor, beide Punkte holen.

 

Vorne setze sich Top-Favorit Hans Martin Kolb bei seinem ersten Auftritt in Lenzburg souverän durch und gewann das Turnier mit 9 Punkten aus 10 Spielen. Für die grosse Überraschung war aber Michael Wigger besorgt. Er war nicht nur der einzige, der Hans Martin in einer der beiden Partien besiegen konnte, er schaffte auch gegen die Nr 2, und 3 des Turniers je 1½ Punkte. Damit setzte er sich mit hervorragenden 8 aus 10 und einer Turnierperformance gegen 2200 ELO auf den Silbermedaillenrang. Nobert Oze komplettierte das Podest mit 6.5/10 vor Sebastian Hoffmann.

 

Herbstblitz (chessresults.ch)

 

 

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SCL1 verliert in Olten

Gegen Olten konnte Lenzburg 1 keine weiteren Mannschaftspunkte erobern und muss  in Runde 6 die zweite Niederlage einstecken. Den einzigen Partiesieg erreichte Can-Elian Barth gegen die Nr 4 der Oltener 20er-Liste Robin Angst (ELO 2192) - was natürlich eine sensationelle Leistung ist. Sebastian Hoffmann, Björn Backlund und Norbert Oze konnten noch je ein Remis besteuern. Die übrigen vier Bretter gingen aber leider verloren. Lenzburg steht auf Rang 7 und hat drei Runden vor Ende der 'Regular Season' weiterhin vier Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz.

  

Olten 1       -     Lenzburg 1        5½  -  2½
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SCL2 sichert sich den Ligaerhalt

Aus Sicht Schwarz 56….c3! 57. Ta8 c2! 58. Ta1 Ke7!! (ein Hammerzug in Zeitnot!) 59. Kf5 Td2! 60. Te1+ Kf8! 61. h6 Td5+ 62. Kf6 Td6+ 63. Ke5?? Td1 0-1
Aus Sicht Schwarz 56….c3! 57. Ta8 c2! 58. Ta1 Ke7!! (ein Hammerzug in Zeitnot!) 59. Kf5 Td2! 60. Te1+ Kf8! 61. h6 Td5+ 62. Kf6 Td6+ 63. Ke5?? Td1 0-1

SCL 2 gewinnt ein spannendes Auswärtsmatch gegen Therwil am Ende deutlich mit 4½ - 1½. Aller Partien bewegten sich lange auf des Messers Schneide. Besonders spektakulär war wieder mal Martin Schmids Brettkunst. Vor versammeltem Publikum (alle anderen Partien waren beendet) vollführte er einen fulminanten Endspurt in höchster Zeitnot. Mit einem Freibauern auf der zweiten Reihe gegen zwei ebenfalls weit vorgerückte verbundene Freibauern des Gegners und je einem Turm (Bild) konnte er mit sekundenschnellen Zügen nicht nur halten, sondern gar noch gewinnen. Dazu brauchte es erst 5 sogenannt 'einzige' Züge (in der Bildunterschrift mit ! markiert), um Remis zuhalten, dann einen Fehler des Gegners, um zur Dame umzuwandeln, und schliesslich mit nur noch 40 Sekunden auf der Uhr weitere sehr schnelle, sichere Schläge, um den Sieg zu sichern. Magistral - und wie eine kleine Hommage Maestro Roger Federer, der nur Stunden zuvor seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte.


Nach den beiden 0-6 Niederlagen hat SCL 2 damit wertvolle Mannschaftspunkte gesammelt und den Zähler auf 6 gestellt. Damit sichern sich die Seetaler eine Runde vor Schluss mindestens Rang 6, was den Ligaerhalt bedeutet. 

 

Die dritte Mannschaft musste leider eine empfindliche Niederlage einstecken. Gegen das starke Emmenbrücke 2 gab es nur für Stefan Brandes ein Remis. Alle übrigen Spieler mussten die Punkte in die Innerschweiz entführen lassen.

 

Therwil 1       -     Lenzburg 2        1½  -  4½
Lenzburg 3 - Emmenbrücke 2       ½   -   3½

 

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NLB: Erneut Hammerauftritt von SCL1

Matchblatt Wollishofen Lenzburg 6-2
6-2 Das Matchblatt zeigt die eindrückliche Leistung

"Abhaken und nach vorne schauen" stand hier vor zwei Wochen nach der empfindlichen Niederlage gegen Gligoric. Und genau das haben die Mannen vom SCL1 auf eindrückliche Weise getan. Mit einem 6 -2 Sieg auswärts gegen Wollishofen II eroberten die Seetaler zwei weitere  wichtige Brettpunkte im Projekt "Ligaerhalt Nati B".

 

Mannschaftsleiter Sebastian Hoffmann hatte wieder einmal ein goldenes Händchen. Zunächst konnte er die Nr 1 der 20er-Liste, Philipp Huber, für diesen wichtigen Match engagieren. Dann setze er diesen auf Brett 2 mit Weiss. Er sollte punkten und nicht einfach ein Schwarz-Brett "rausnehmen". Da Wollishofen genau die gegenteilige Taktik wählte, trafen die beiden "Ronaldos" aufeinander mit dem besseren Ende für Lenzburg. Dadurch kriegte Michael Bühler, der sich normalerweise an Brett 1 mit Gegnern von IM Stärke konfrontiert sah (gegen die er aber schon 1½ Punkte holte!)  zum ersten Mal einen Kontrahenden mit ähnlicher ELO-Zahl vorgesetzt. Und Michael spielte wiederum stark und siegte - genauso wie Norbert Oze, Can-Elian Barth und  Stephan Zaugg. Rolf Walti und Björn Backlund trugen je ein Remis zum tollen Gesamtscore bei. Dass Sebastian seine Partei verlor, ist nur noch eine Randnotiz - denn er hatte ja mit den wegweisenden Entscheiden seinen wertvollsten  Beitrag schon vor dem "Anpfiff" geleistet... 

 

Wollishofen 2   -   Lenzburg 1          6  -  2

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SCL2 taucht erneut - SCL3 siegreicht!

SCL2 muss in der 5. Runde der SMM erneut eine 6-0 Kanterniederlage hinnehmen. Auswärts in Basel blieben die Seetaler gegen Trümmerfeld ohne Punkte. Trümmerfeld war zumindest an den ersten 3 Brettern mit einer ELO-Spanne von 2273 bis 2077 ELO sehr stark angetreten. Mit dieser Teamstärke sind sie auf alle Fälle Favorit auf den Gruppensieg, während Lenzburg weiter gegen den Abstieg kämpft.

 

Erfolgreicher agierte die dritte Mannschaft. Auswärts gegen Emmenbrücke setzten sich die  Lenzburger mit 3-1 durch. Tim Betsche konnte sich schon nach 34 Minuten freuen, Stefan Brandes tat es ihm nach rund 1.5 Stunden gleich. Richard Attinger musste erst einen Figurenrückstand wettmachen, um schliesslich das entscheidende Remis beizusteuern. Da die Mannschaftspunkte damit vergeben waren, schlossen der Ex-Emmenbrücker Roland Burri und sein ehemaliger Vereinskollege Renzo Mazzoni, der Bruder von Livio, bei ausgeschlichener Stellung Frieden.

 

Trümmerfeld 1       -     Lenzburg 2        6  -  0
Emmenbrücke 3 - Lenzburg 3  1  -  3
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