Jeden Donnerstag spielen wir ab 20:00 Uhr im Hotel Krone in der Lenzburger Altstadt. Schachinteressierte sind jederzeit herzlich eingeladen, einen Blick in den Spielsaal zu werfen, unverbindlich mitzuspielen oder an unseren Turnieren teilzunehmen.



Generalversammlung neu am Donnerstag, 23. Juni 2022, 19:30 Uhr, Krone



40 Jahre Kassier! Kurt Rohr tritt zurück

Unglaubliche 40 Jahre hat Kurt Rohr die Kasse des Schachclubs Lenzburg betreut. 40 Jahre, in denen er auch für das Spielmaterial und für die Meldung der Spieler beim Schachbund zuständig war. Und 40 Jahre, die er dem Clubvorstand angehörte. An der Generalversammlung vom 23. Juni 2022 verkündete er zum letzten mal seinen Kassenbericht und das Budget. Und wie immer in den 40 Jahren zollten ihm die Revisoren Respekt für die saubere Führung der Finanzen und die GV segneten die Kasse ab. 

 

Wir danken Kurt herzlich für sein ausserordentliches Engagement all die vielen Jahre.  

 

Zum Nachfolger gewählt wurde Jacques Villars, der sich bereits vorher beim Spielmaterial im Club engagiert hatte.

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Stephan Zaugg ist Blitzmeister 2021-2022

Während bei Cup und Vereinsmeisterschaft das Tableau bzw. die Tabelle dauernd mitverfolgt werden kann, wird bei der Blitzmeisterschaft die Schlussrangliste erst an der Generalversammlung bekannt gegeben. Etwas Überraschungsmoment ist also hier immer mit dabei.

 

Trotz Corona konnten in der Saison 2021/2022 vier Blitzturniere ausgetragen werden. Insgesamt dreissig Spieler nahmen an mindestens einem der Turniere teil. Da die erzielten Punkte aller Turniere zusammengezählt werden, genügt es nicht, nur an einem der Turnier stark aufzuspielen, um sich in der Schlussabrechnung ganz vorne platzieren zu können. 

 

Die grössten Turniere waren das Eröffnungsblitz mit 16 Spielern und das Chlausblitz mit 20 Spielern. Ersteres konnte Stephan Zaugg gewinnen und das zweite Norbert. Im Herbstblitz konnte sich dann Stephan Zaugg vor Norbert platzieren und den entscheidenden halben Punkt Vorsprung herausholen.

 

Die höchste Siegquote von 84% erreichte Arnold Minert, der aber nur an zwei Turnieren teilnahm.

 

R Name Eröffn Herbst Chlaus Frühj. Punkte Quote
1 Zaugg, Stephan 6.5 8.0 5.0 0.0 19.5 75%
2 Oze, Norbert 5.5 6.0 7.5 0.0 19.0 73%
3 Hoffmann, Sebastian 4.0 0.0 5.5 7.5 17.0 68%
4 Wigger, Michael 5.5 8.5 0.0 0.0 14.0 82%
5 Mienert, Arnold 4.5 0.0 0.0 9.0 13.5 84%
6 Eichenberger, Lothar 4.0 5.0 3.0 0.0 12.0 46%
7 Sosnovski, Nikita 0.0 0.0 4.5 6.5 11.0 61%
  Burri, Roland 3.5 0.0 4.5 3.0 11.0 44%
9 Villars, Jacques 3.5 0.0 4.0 0.0 7.5 47%
10 Backlund, Björn 0.0 0.0 7.0 0.0 7.0 78%
11 Sanz, Raul 0.0 0.0 0.0 6.5 6.5 72%
  Schmid, Martin 0.0 0.0 6.5 0.0 6.5 72%
13 Troller, Beat 0.0 0.0 6.0 0.0 6.0 67%
14 Dittmar, Michael 0.0 0.0 0.0 5.5 5.5 61%
15 Betsche, Tim 1.0 0.0 0.0 4.0 5.0 31%
  Pedolin, Kilian 0.0 0.0 3.0 2.0 5.0 20%
  Anand, Aryan 0.0 0.0 5.0 0.0 5.0 56%
  Rahimi, Hamid 0.0 0.0 5.0 0.0 5.0 56%
  Gets, Alexej 0.0 0.0 5.0 0.0 5.0 56%
  Anand, Nagasayanam 0.0 0.0 5.0 0.0 5.0 56%
  Dittmar, Michaël 0.0 0.0 5.0 0.0 5.0 56%
22 Scandella, Michel 0.0 0.0 3.0 0.0 3.0 33%
  Eichenberger, Hans 3.0 0.0 0.0 0.0 3.0 43%
  Haag, Walter 3.0 0.0 0.0 0.0 3.0 43%
  Wächter, Sandro 3.0 0.0 0.0 0.0 3.0 43%
26 Koya, Pranav (W) 0.0 0.0 2.5 0.0 2.5 28%
  Erb, Bernhard 0.0 2.5 0.0 0.0 2.5 25%
28 Bucher, Peter 2.0 0.0 0.0 0.0 2.0 29%
29 Sandmeier, Levin 0.0 0.0 0.0 1.0 1.0 6%
  Kedia, Abhishek (W) 0.0 0.0 1.0 0.0 1.0 11%
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Blitzmeisterschaft 2021-2022 - Schlussrangliste
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Sebastian Hoffmann ist Vereinsmeister 2021/2022

Mit eindrücklichen  9 Punkten aus 9 neun Punkten holt sich Sebastian Hoffmann die Vereinsmeisterschaft 2021/2022. Die Vereinsmeisterschaft begann zunächst wie seit Ausbruch der Corona-Pandemie etwas chaotisch. Dreimal musste neu ausgelost werden. Die Spiele in Herbst und Winter fanden mit Masken- und Zertifikatspflicht statt. Es gab sehr viele Verschiebungen, Doch alle Spiel wurde wurden nachgeholt und schlussendlich präsentiert sich eine Liste mit 8 Spieler die das Turnier beendet haben.

 

Beginnen wir hinten in der Tabelle: Kilian Pedolin (bei seiner ersten Teilnahmen) und Tim Betsche zeigten im Laufe des Turniers eine Leistungssteigerung. Beide konnten gegen Livio punkten, zeigten aber auch in den Verlustpartien teilweise starke Leistungen.

 

Um die Ränge zwei bis fünf kämpften Raul Sanz, Michaël Dittmar,  Lothar Eichenberger, Peter Bucher. Raul liess nichts anbrennen und gewann alle Direktbegegnungen und sicherte sich damit in seiner ersten Vereinsmeisterschaft gleich die Silbermedaille. Michael - punktgleich mit Lothar - eroberte Rang 3 dank der besseren Zweitwertungen und der gewonnen Direktbegegnung. 

 

Und zuoberst thront der Mannschaftsleiter des frisch in die NLB aufgestiegenen und bis anhin dort recht erfolgreichen Topteams. Was für eine Saison für Sebastian.

Herzliche Gratulation!

 

R Teilnehmer 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Pt So-Be 1 ½ 0
1 Hoffmann, Sebastian   1 1 1 1 1 1 1 1 1 9.0 35.0 9 0 0
2 Sanz, Raul 0   1 1 1 1 1 1 1 1 8.0 27.0 8 0 1
3 Dittmar, Michaël 0 0   1 0 1 1 1 1 1 6.0 15.5 6 0 3
4 Eichenberger, Lothar 0 0 0   1 1 1 1 1 1 6.0 15.0 6 0 3
5 Bucher, Peter 0 0 1 0   1 ½ 1 1 1 5.5 14.0 5 1 3
6 Pedolin, Kilian 0 0 0 0 0   ½ 1 1 1 3.5 4.5 3 1 5
7 Mazzoni, Livio 0 0 0 0 ½ ½   0 1 1 3.0 4.5 2 2 5
8 Betsche, Tim 0 0 0 0 0 0 1   1 1 3.0 3.0 3 0 6
-- - 0 0 0 0 0 0 0 0   - 0.0 0.0 0 0 9
-- -- 0 0 0 0 0 0 0 0 - 0.0 0.0 0 0 9

 

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Vereinsmeisterschaft 2021-2022 Schlussrangliste
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NLB: Sensationeller Sieg gegen Tribschen 1

Lenzburg 1 macht weiter Freude und gewinnt sensationell  gegen Tribschen 1. Lenzburg bleibt damit auch in der dritten Runde der NLB ungeschlagen, holt diesmal gar den ersten Sieg. Die vier Gewinner holten ihre Punkte allesamt gegen favorisierte Gegner: Michael Bühler an Brett 1 überwand gar eine "Wand" von 150 ELO, Sebastian Hoffmann eine solche von 120 ELO! Aber auch Norbert Ozes und Stephan Zauggs Gegner waren um die 50 ELO höher eingestuft. Björn Backlund, sorgte mit seinem Remis dafür, dass diese Siege durch Tribschen nicht kompensiert werden konnten.

 

Damit steht Lenzburg auf Rang 4 der Tabelle und lässt zwischenzeitlich ganze 6 Teams hinter sich. Natürlich wird es nach den 9 Runden weitere Punkte benötigen, aber 4 Zähler in drei Runden bedeuten schon mal ein fantastischer Start für den Aufsteiger!

 

Brett Tribschen 1   Lenzburg 1 3½ - 4½
1 Markus Räber, 2258 - Michael Bühler, 2108 0-1
2 Kevin Cremer, 2294 - Rolf Walti, 2101 1-0
3 Lubomir Kovac, 2195 - Sebastian Hoffmann, 2070   0-1
4 Daniel Lustenberger, 2216   - Can-Elian Barth, 2065 1-0
5 Olaf Nazarenus, 2079 - Björn Backlund, 2085 ½-½
6 Albert Gabersek, 2115 - Norbert Oze, 2064 0-1
7 Toni Riedener, 2054 - Stephan Zaugg, 2007 0-1
8 Daniel Portmann, 1994 - Arnold Mienert, 2029 1-0
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SMM R3 - SCL2 verliert, SCL3 spielfrei

Nach den zwei Startsiegen in der 2. Liga musste ein stark ersatzgeschwächter Aufsteiger aus Lenzburg auswärts gegen Birseck 1 die erste Saisonniederlage hinnehmen. Die Aargauer mussten komplett ohne ihren "Sturm" an den Brettern eins bis drei verzichten und waren entsprechend mit "1793 ELO abwärts" angereist, wo ein Gegner wartete, der mit "1730 ELO aufwärts" (bis zur schwindelerregend Zahl 2152) auf sie wartete. 

 

Obwohl das Resultat von 4½-1½ zugunsten Birseck 1 eine klare Sache vermuten lässt, gibt es doch einige Glanzpunkte zu vermelden. Gleich zu Beginn konnte Junior Tim Betsche, der mit viel zu tiefen 1187 ELO gelistet ist, gegen Ruth Borer (1730) ein hochverdientes Remis abholen. Womöglich hätte Tim das Spiel im Endspiel gar gewinnen können. 

 

Livio musste in Zeitnot erst die Qualität und etwas später das Spiel verloren geben.

 

Peter Bucher stand optisch am Königsflügel etwas unter Druck, konnte sein Spiel dann aber gewinnen. Dieser Sieg beschert nicht nur der Mannschaft einen schönen Brettpunkt, er ist auch für Peter von besonderer Bedeutung: Denn Peter überschreitet damit mit seiner "Live-ELO" erstmals die Schwelle von 1800. Da Runde 4 der SMM erst im August stattfindet, dürfte diese Zahl mit der nächsten Führungsliste im Juli auch offiziell in den Büchern stehen. Peter wird also den vielzitierten 1700er-Club verlassen...

 

Raul kriegte an Brett 2 die grösste Hürde gestellt. Trotzdem: Nach der Eröffnung ergab sich eine interessante Stellung mit viel Angriff auf den gegnerischen König. Doch seine Risiken wurden nicht belohnt und der Gegner konnte schliesslich den Zähler einfahren. 

 

Andrii, der beim Schachbund bereits mit ELO 1724 geführt wird, erreichte gegen den 150 ELO stärkeren Gegner ein Endspiel mit je 5 Bauern, Dame und ein Turm. Lange sah es nach Remis aus, doch der Gegner konnte dieses Endspiel dann doch zu seinen Gunsten abwickeln.

 

Damit waren die Mannschaftpunkte schon mal vergeben. Roland Burri, der interimistisch die Mannschaftsleitung übernommen hatte, sah sich in einen sehr lange dauernden Kampf verwickelt. In zunehmender Zeitnot wurde der Druck, den ein durch Turm und Springer unterstützter Freibauer erzeugte, schliesslich zu gross, um den Lenzburgern wenigstens noch einen weiteren Brettpunkt retten zu können. 

 

Brett Birseck 1   Lenzburg 2   4½ - 1½
1 Peter Mattmann, 1775 - Peter Bucher, 1793 0-1
2 Eric Sommerhalder, 2152 - Raul Sanz 1-0
3 Eric Ellenbroek, 1805 - Roland Burri, 1491 1-0
4 Carlos Amado-Blanco, 1819 - Livio Mazzoni, 1757 1-0
5 Hanspeter Marti, 1874 - Andrii Bulat, 1724 1-0
6 Ruth Bohrer, 1730 - Tim Betsche, 1187 ½-½
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SMM: SCL1 punktet auch im zweiten Spiel in der NLB

Die erste Mannschaft bleibt in der NLB ungeschlagen und punktete beim 4-4 gegen Bodan erneut. An der ersten drei Brettern war Bodan sehr stark besetzt und gab Lenzburg die gesamte Wucht von durchschnittlich 2326 ELO zu spüren. Die Lenzburger versuchten hier, die eine oder andere Überraschung zu landen aber schliesslich gingen diese drei Bretter dann doch alle verloren. Bei den Brettern 4-8 hingegen stach wieder mal der Aargauer Trumpf: Die wunderbare  Ausgeglichenheit der Mannschaft, die bereits beim Aufstieg mitentscheidend war. Björn Backlund und Can-Elian Barth hielten an Brettern 4 und 5 dicht (beide Remis). Norbert Oze und Stephan Zaugg gewannen an den Brettern 6 und 7 gegen starke 1900er.

Der Spielstand lautete danach aber immer noch 4-3 zugunsten von Bodan. Brett 8 musste die Entscheidung bringen. Nach zähem Kampf war es den ehemaligen Mannschaftsleiter und Präsident Oliver Killer vergönnt, dem Team das verdiente 4-4 zu sichern. Die Geschichte ist besonders schön, da Oliver Killer seit anfangs 2020 (also vor Corona) keine ELO-gewertete Brettpartie mehr gespielt hatte, und daher verständlicherweise gezögert hatte, sein Comeback gleich in der starken Nationalliga B zu geben. Er trat aber an und machte damit nicht nur seinem ML-Nachfolger Sebastian grosse Freude, sondern sicherte dank seines Sieges auch gleich dem Team den zweiten Punkt in der NLB.  

 

Brett Lenzburg   Bodan Resultat
1 Michael Bühler, 2103  -   Theo Hommeles, 2381   0-1
2 Rolf Walti, 2101  - Peter Kühn, 2336   0-1
3 Sebastian Hoffmann, 2077  - Dieter Knödler, 2261   0-1
4 Björn Backlund, 2081   - Michael Schmid, 2150  ½-½
5 Can-Elian Barth, 2078    - Eike Cöllen, 1985  ½-½
6 Norbert Oze, 2068  - Michael Norgauer, 1958   1-0
7 Stephan Zaugg, 2007  - Andreas Job, 1812   1-0
8 Oliver Killer, 1983  - Stefan Frommherz, 1776     1-0
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SMM R2: SLC2 und SCL3 beide siegreich

SCL gewinnt das zweite Heimspiel gegen Luzern 3 mit 3½ - 2½. Die Lenzburger legten an den Brettern 1 (Martin Schmid) und 3 (Michael Wigger) vor. Luzern konterte an Brettern 2 und 4. An Brett 5 bot Jacques Gegner remis an, das dieser gerne annahm, denn an Brett 6 stand Michael Dittmar besser. Und tatsächlich überwand dieser die "100 ELO-Hürde" und sicherte den Lenzburgern der zweiten Sieg im zweiten Match.

 

Jürg Hertli hat wiederum einzelnen Positionen der Spieler des SCL2 herausgepickt und kommentiert:

Gelingt Lenzburg 2 der Ligaerhalt? - Hertlis Webseite!

 

 

SLC siegte gegen Liestal 2 gleich mit 3:1. Roland Burri an Brett 1, Tim Betsche an Brett 2 und Stefan Brandes, die Aarauer Verstärkung, an Brett 3 sorgten für die drei Brettpunkte. Kilian an Brett 4 spielte ebenfalls gut, musste aber dann dem Gegner doch noch den 'Ehrentreffer' zugestehen.

Die Lenzburger zeigten wiederum eindrücklich, wie man sich im Schach verbessern kann, wenn man am Ball bleibt und sich über Bücher, Videos, Taktiktraining etc. fortbildet. Die Mannschaft gibt entsprechen gegenüber letztem Herbst ein ganz anderes - deutlich erstarktes - Bild von sich. Tims Gegner hatte 400 ELO-Punkte mehr! Damit hat Tim in zwei Runden 1½ Punkte gegen Gegner dieser Klasse erreicht. 

 

  

Brett Lenzburg 2   Luzern 3 Resultat
1 Martin Schmid, 2157  -   Alexander Obolonkov, 1943     1-0
2 Jürg Hertli, 1979  -   Marco Burri, 1965   0-1
3 Michael Wigger, 1995  -   Josip Saric, 1769   1-0
4 Livio Mazzoni, 1757  -   Dominik Popp, 1833   0-1
5 Jacques Villars, 1757  -   Toni Gabriel, 1641   ½-½
6 Michaël Dittmar, 1786  -   Daniel Ottiger, 1855   1-0

  

Brett Liestal 2   Lenzburg 3                               Resultat
1 René Schelker, 1378      -   Roland Burri, 1463   0-1
2 Marco Eberle, 1560   -   Tim Betsche, 1171   0-1
3 Mano Gerster  -   Stefan Brandes   0-1
4 Aaron Irniger  -   Kilian Pedolin   1-0
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SMM 2022 - SCL-2 vs Luzern 3 - Matchtber
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SMM Runde 1 • SCL1 punktet zum Start ins Abenteuer NLB

Das Matchblatt belegt den Punktgewinn der Lenzburger gegen favorisierte St. Galler
Das Matchblatt belegt den Punktgewinn der Lenzburger gegen favorisierte St. Galler

Die drei Lenzburger Mannschaften starteten diese Woche in die neue SMM-Saison. Gespannt war man vor allem auf den Auftritt der ersten Mannschaft in der Nationalliga B.

 

Für unser Fanionteam begann das Abenteuer Nati B mit einem Auswärtsmatch gegen St. Gallen. Und das "eins" konnte schon im ersten Spiel ein Unentschieden abholen und damit gleich den ersten Punkt einfahren. Das ist schon eine kleine Überraschung. Wieder mal erweist sich die grosse Ausgeglichenheit auf hohem Niveau des Teams als Basis für den Erfolg. 

St. Gallen war eigentlich an allen (!) Brettern mit je 50 - 90 ELO höherer Wertungszahl favorisiert. Doch die Aargauer hielten an 4 Brettern dicht und siegten gar an zwei weiteren. Für die Siege - beide mit Schwarz! - sorgten Sebastian Hoffmann (2067) gegen Marcel Mannhard (2146) und Stephan Zaugg (2007) gegen Christian Salerno (2061). Damit kompensierten sie die zwei Niederlagen an den Brettern 5 und 8. 

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SMM Runde 1 • SCL2 mit tollem Sieg - SCL3 mit toller Leistung

Brett 1 nach 8 Zügen - selbst Stockfish sieht kein Problem in Martins "Null-Figurenentwicklung" und beurteilt die Stellung als ausgeglichen.
Brett 1 nach 8 Zügen - selbst Stockfish sieht kein Problem in Martins "Null-Figurenentwicklung" und beurteilt die Stellung als ausgeglichen.

Sensationeller Auftaktsieg für SCL 2

Neben dem viel beachteten Aufstieg der ersten Mannschaft ging fast verloren, dass auch SCL2 nach einer hervorragenden Saison die Promotion geschafft hatte und diese Saison wieder mal in der zweiten Liga ran darf

 

In der ersten Runde wurde zu Hause gegen UBS 1 gespielt. Die Banker mussten allerdings auf den einen oder anderen Stammspieler verzichten und Lenzburg packte diese Chance: Mit einem sensationellen 5½-½ Kantersieg holten Sie sich die ersten zwei Punkte plus wertvolle Brettpunkte gegen den Abstieg.

 

"Entwickle die Figuren" heisst eine der goldenen Eröffnungsregeln, die jeder Anfänger mehrfach vorgebetet erhält. "Entwickle die Figuren erst dann, wenn du sie brauchst" war dagegen das Motto bei Martin Schmids Partiebeginn an Brett 1 gegen Walter Frehner (ELO 1899). Martin eröffnete seine Partie mit 8 (in Worten: acht!) Bauernzügen in Folge. Damit ergatterte er sich einen Mehrbauern und schönen Raumvorteil aber seine Stellung wirkte ziemlich 'overextended' und die Figuren, die standen allesamt noch ganz hinten auf ihrem Ausgangsfeldern. Ein sehr ungewöhnliches Bild (siehe Diagramm). Aber wie immer wusste Martin natürlich ganz genau, was er tat. Mit genauem Spiel holte er nach und nach in der Entwicklung auf, ohne etwas zuzulassen und schliesslich war es dieser Mehrbauer, der ihm im Endspiel den Sieg sicherte.

 

Nicht minder spektakulär ging es an Brett zwei zu, wo Jürg Hertli es mit Mauro Petrolo, dem mit 1977 ELO stärksten gegnerischen Spieler zu tun bekam. Jürg zeigte mit Schwarz wieder mal eine listige Spielweise, womit er dem Gegner optisch eine aktive Stellung - oft mit Raumvorteil - zugestand, aber dann die versteckten Ressourcen geschickt zum Gegenspiel nutzte. Diesmal hatte er in der Eröffnung einen Bauern abgeholt, musste aber dafür einen massiven Angriff überstehen. Beide weissen Türme waren auf seine Rochadestellung gerichtet (bei halboffener g-Linie). Ein weisser Springer und die Dame hatten erfolgreich infiltriert. Die gegnerische Dame schaffte es sogar bis auf die schwarze Grundreihe. Aber Jürg konnte damit umgehen: Mit präzisen Zügen setzte er Nadelstich um Nadelstich. Nach und nach wurde der Gegner vom Angreifer zum Verteidiger und sah sich plötzlich  mit einem Matt in zwei konfrontiert und musste entsprechend die Waffen strecken.

 

Diese beiden Partien waren einmal mehr herausragende "Schmakerl" der Kreativabteilung an Brett eins und zwei der zweiten Mannschaft. Doch auch der Rest der Mannschaft hielt die Pace mit und sorgte mit konzentriertem Spiel und solider Handwerkskunst für die weiteren Punkte:

 

Raul Sanz hatte an Brett 6 zuvor schon gegen Werner Vögeli (1559) einen schönen taktisch sauber geführten Angriff zum Turmgewinn und damit zum Sieg umgewandelt. Und Michael Dittmar an Brett 4 holte seinen Punkt gegen Markus Böni (1488) mit einem geduldigen, sicheren Spiel ab. Er  stand immer gut, liess nichts zu und gewann im Endspiel zwei Bauern. Peter Bucher spielte an Brett 5 gegen einen starken Gegner (Michael Arend 1818) ebenfalls hervorragend und konnte die offene d-Linie für seine Türme und einem kleinen Vorteil nutzen. Hier griff der Gegner fehl, was Peter eine schöne kleine Taktik zum Turmgewinn ermöglichte.

Fehlt noch Brett 3: Dort spielte der ukrainische Junior Andrii Bulat in ruhiger und sehr überlegter Manier (nur 11 Züge in 50 Minuten). Er schuf mit Weiss eine ungewöhnliche Stellung mit einem bis auf e6 vorgerückten ungedeckten (!) Bauern, der dem Gegner Raum und Bewegungsfreiheit nahm. Gepaart mit einem Angriff am Königsflügel, war das wohl gefährlich für Schwarz aber auch ziemlich zweischneidig. Denn der mutige vorgerückte Bauer war gleichzeitig stark wie auch schwach. Beim Zwischenstand von 4-0 riskierte keiner der Spieler eine Niederlage (inzwischen war es Schwarz, der in Zeitnot geraten war) und man einigte sich auf Remis, womit Andrii den Lenzburgen eine makellosen Auftaktsieg ohne Niederlage ermöglichte.  Sein Gegner, Andrik Starke, hatte respektable 1802 ELO.

 

Guter Auftritt der dritten Mannschaft wurde nicht belohnt

Mannschaft drei nimmt ihre zweite Saison in der  4. Liga in Angriff.

 

Ebenfalls in der Krone wurde  Entlebuch 3 empfangen. Die Lenzburger zeigten eine hervorragende Leistung, wurden aber leider punktemässig nicht belohnt. Alle vier Spieler hatten gute Chancen zum Sieg oder standen gar auf Gewinn. Herausstechend waren das tolle und hoch verdiente Remis von Kilian Pedolin, der in seiner allerersten SMM-Partie gleich punktete - sein Gegner René Studer hat immerhin 1531 ELO.

 

Aber auch Tim Betsche lieferte mit seinem Remis einen halben Punkt ab - auch für ihn war es der erste SMM-Erfolg und bringt ihm satte 15 ELO-Punkte. Denn auch Tims Gegner Fabian Müller war mit 1572 von respektabler Stärke. Tim war sogar mit Vorteil ins Endspiel gestartet, hatte mutig einen Springer für 3 Bauern gegeben. Der Gegner hielt aber dagegen und konnte sich mit einem Rückopfer das Remis sichern. 

 

Die grösste Hoffnung auf einen vollen Punktgewinn weckte aber Philipp Tanner: Nachdem er er gegen Andrin Müller (noch keine ELO) eine Qualität für zwei Bauern plus Angriff abgegeben hatte, stellte er mit seinem gefährlichen und super postierten Läuferpaar und der Dame massive Drohungen gegen das gegnerische Regentenpaar auf. Er verpasste aber die Siegsicherung und lief unglücklich in eine Gabel, was Turm- und damit Partieverlust bedeutete.

 

Zuvor hatte schon Mannschaftsleiter Sandro Wächter an Brett 1 gegen den erfahrenen Karl Hunkeler (ELO 1730!) eine wilde Partie verloren. Auch dort standen Mattdrohungen zu seinen Gunsten in der Luft, aber irgendwie kam ihm sein Gegner zuvor.

 

Auch wenn die Mannschaft nicht siegen konnte, so ist es doch erstaunlich, welch tolle Fortschritte diese Spieler gemacht haben. Erstaunlich ist auch, dass in drei Partien das Endspiel erreicht wurde und die Spieler bis gegen Mitternacht auf ansprechendem Niveau spielten. Das weckt Vorfreude auf das, was da noch kommt.

 

Nachtrag
Jürg Hertli hat einen Matchbericht für das Match Lenzburg 2 - UBS 1 erstellt (siehe Kommentar). Hier der Link auf seine  Homepage: https://hertli.jimdofree.com/2022/04/28/der-aufsteiger-punktet-sensationell

Danke Jürg!

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Björn holt sich den Cupsieg 21/22

Cupfinal Raul-Björn: Der Wendepunkt der Partie. Björn rückte am Damenflügel vor und Weiss tut dasselbe am Königsflügel. Leider mit dem falschen Bauern. 25.g5 ermöglichte dem Tf8 das Eindringen. f4 (nach der Vorbereitung Tgf1) wäre besser gewesen.
Cupfinal Raul-Björn: Der Wendepunkt der Partie. Björn rückte am Damenflügel vor und Weiss tut dasselbe am Königsflügel. Leider mit dem falschen Bauern. 25.g5 ermöglichte dem Tf8 das Eindringen. f4 (nach der Vorbereitung Tgf1) wäre besser gewesen.

Nachdem er letztes Jahr in der "Deltawelle" der Pandemie verzichtet hatte, holt sich Björn Backlund dieses heuer den Cupsieg zurück. In einer lange umkämpften Partie gegen Raul Sanz musste Björn mit Schwarz bis zum 24. um den Ausgleich ringen. Er nutzte dann aber einen ungenauen Bauernvorstoss des Gegners, um mit dem Turm in dessen Stellung einzudringen. Ein Qualitätsgewinn nach einer schön gespielten 'Petite Combinaison' war später die Folge. Raul versuchte zwar die Stellung noch etwas zu verkomplizieren und einen gefährlichen Freibauern zu schaffen, aber Björn liess nicht mehr locker und sicherte sich schliesslich den Sieg. Den vierten innerhalb der letzten fünf Jahre! Herzlichen Gratulation!

Eindrücklich ist aber auch die Leistung von Raul Sanz. Bei seiner ersten Cup-Teilnahme stiess er gleich in den Final vor. Auf diesem Weg hatte er die nominell höchste Hürde zu überwinden. Mit seinem Aufsehen erregenden Halbfinalsieg gegen  Vorjahressieger und Turniernummer 1, Sebastian Hoffmann, und dem Gewinn des Viertfinals gegen den starken Michael Dittmar hatte er sich diese Endspielteilnahme jedenfalls redlich verdient. Sebastian jedenfalls hat er derart beeindruckt, dass dieser ihn gleich auf die 20er-Liste seiner NLB-Mannschaft setzte.

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Frühjahrsblitz 2022: Arnold souverän

 

Trotz wieder leicht steigender Corona-Zahlen und entsprechenden Absagen haben sich 10 Spieler zum Frühjahrsblitz eingetroffen. Arnold Mienert gelang der Durchmarsch: Mit 9 Punkten aus 9 Spielen gewann er das Turnier mit zwei Punkten Vorsprung vor Sebastian Hoffmann (7 / 9) und Junior Nikita Sosnovski (6 / 9). Bemerkenswert ist die Leistung von Junior Tim Betsche, der sich mit 4 Punkten auf Rang 6 noch vor Roland Burri einreihen konnte.

 

Rangliste:  Endstand nach 9 Runden 
Rang Teilnehmer S R V

Punkte 

SoBer  Siege 
Arnold Mienert 9 0 0 9.0 36.00
Sebastian Hofmann    7 1 1 7.5 25.25
Nikita Sosnovski 6 1 2 6.5 19.25
Raul Sanz 6 1 2 6.5 19.25
Michael Dietmar 5 1 3 5.5 13.25
Tim Betsche 4 0 5 4.0 6.00
Roland Burri 3 0 6 3.0 3.00
Kilian Pedolin 2 0 7 2.0 1.00
Levin Sandmeier 1 0 8 1.0 0.00
10  * 0 0 9 0.0 0.00
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TAKTIV 26

Weiss am Zug: ist das remis oder kann einer gewinnen? -> Hinweis: Einer der beiden Spieler hat zwei schöne Tricks auf Lager.
Weiss am Zug: ist das remis oder kann einer gewinnen? -> Hinweis: Einer der beiden Spieler hat zwei schöne Tricks auf Lager.

In Taktiv 26 führte Jürg die Teilnehmenden in die Welt des Endspiels. Mit einem "Kracher" zu Beginn und einem solchen zum Ende zeigte er, wie wichtig es ist, Motive und Techniken zu kennen und andererseits genau zu rechnen.

 

Dazwischen wurde die Basics des Endspiels aufgewärmt und in Zusammenhang mit konkreten Stellungen gestellt. Themen wie Opposition, Diagonalopposition, Entfernte Opposition mögen dem geübten Spieler wohl bekannte Begriffe sein, trotzdem ist es mitunter recht schwierig, diese am Brett richtig einzusetzen. So etwa in Kombination mit dem Erreichen eines Schlüsselfeldes. Jürg zeigte Beispiele, wie der König die 6. (3.) Reihe vor dem Freibauern erreichen kann (Endspiel Bauern und König gegen König).  Dort angekommen, sichert er immer die Bauernumwandlung immer, egal ob man die Opposition hat oder nicht.

Richtigerweise ging Jürg diese Grundstellungen für einmal sehr schnell durch, um möglichst viele Themen in Erinnerung zu rufen. Die Teilnehmern können zu Hause das Gelernte wiederholen und vertiefen. Die diesem Blogeintrag beiliegenden Bilder ermöglichen das. 

Jürg stellte auch bereits das Programm für die folgende Saison 2022/23 vor: Er wird den Lernenden seine Schwarz-Eröffnungen etwas näher zu bringen. Damit werden die Eröffnungstypen, Zugtypen in der Eröffnung und Themen, wie rasche Entwicklung (Kraft Raum, Zeit) , Störung der gegnerischen Ideen weiter gefestigt. Das Programm liegt ebenfalls zum Download bereit.

 

Lösung: zur Bildstellung: Weiss spielt natürlich 1.Kb5. Schwarz hat nun zwei schöne Tricks. Zunächst kann er mit 1..a3! den weissen Bauern auf die a-Linie ziehen, Weiss schlägt beide Bauern und marschiert auf de a-Linie vor. Schwarz holt nach Kxf2 aber nicht den h-Bauern ab, sondern spielt h5, h4 und g3. So erreicht er, dass er rechtzeitig auf der h-Linie umwandelt (schlägt Weiss den g-Bauern spielt Schwarz h3) und somit gleich auch das Umwandlungsfeld a8 kontrolliert. Schwarz gewinnt also.

 

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