Jeden Donnerstag spielen wir ab 20:00 Uhr im Hotel Krone in der Lenzburger Altstadt. Schachinteressierte sind jederzeit herzlich eingeladen, einen Blick in den Spielsaal zu werfen, unverbindlich mitzuspielen oder an unseren Turnieren teilzunehmen.





Aufstiegsspiele SCL • Medienbericht

Schach – Lenzburg steigt in die Nationalliga B auf

 

Medienbericht von Martin Wiesinger

 

Die Schweizerische Mannschaftsmeisterschaft 2021 endete dieses Wochenende mit den diversen Aufstiegsspielen in den verschiedenen Ligen. Den Kanton Aargau vertraten dabei die beiden Top-Teams aus Lenzburg und Baden, welche gegeneinander den Aufstieg in die zweithöchste Liga auszumachen hatten. Etwas überraschend und auch glücklich, aber nicht unverdient, gewann das ausgeglichene Lenzburger Team diesen sehr engen Aufstiegskampf und kehrt damit nach Jahren wieder in die Nationalliga B zurück.

 

In der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft (SMM) messen sich Schachteams der ganzen Schweiz in sechs unterschiedlichen Ligen und Gruppen von bis zu neun Teams. Sowohl das Top-Team aus Lenzburg als auch das Badener Team erreichten in ihren jeweiligen Gruppen den zweiten Schlussrang und somit die Chance um den Aufstieg spielen zu können. Weil sich das Tessiner Team aus Massagno, welches die Lenzburger Gruppe gewonnen hatte, durch Verzicht aus dem Aufstiegskampf herausgenommen hatte, kam es diesen Samstag zum Wettkampf der beiden Nachbar-Vereine. Beide Teams hatten Vorteile auf ihrer Seite. So spielten für Baden mit Jochem Snuverink, 2403 ELO der klar stärkste Spieler am ersten Brett und dazu mit Enno Eschholz, 2182 ELO auch noch der zweitstärkste Spieler. Die mannschaftliche Ausgeglichenheit der Lenzburger auf der anderen Seite war dafür der Trumpf des Heimteams.

 

Die Entscheidung fällt an Brett 1

Sebastian Hoffmann, der Lenzburger Teamleiter, versuchte sein Glück mit einer taktischen Aufstellung. So stellte er in Absprache mit dem Team am ersten Brett gegen Snuverink den 19 jährigen Can-Elian Barth auf. Von der Buchform eigentlich eine klare Angelegeheit, denn eine Differenz von mehr als 300 ELO ist in der Regel nicht wett zu machen. Die nötigen Punkte waren somit an den restlichen fünf Bretter zu holen. Und genau diesen Auftrag nahm Norbert Oze am fünften Brett als erster wahr. Gegen den Junior Daniel Richter opferte Oze einen seiner Springer und spekulierte dabei auch ein wenig darauf, dass sein nicht ganz so erfahrener Gegner mit der komplexen Verteidigungsaufgabe überfordert sein könnte. Was denn auch so geschah. Ein Punktegewinn, der viel dazu beitrug die Nerven der Lenzburger zu beruhigen und den Gästen mehr Druck verschaffte.

 

 

Die Trümpfe stechen nicht, weder bei Baden noch bei Lenzburg

An den Brettern drei und sechs durften sich die Badener Gäste berechtigte Hoffnungen auf Punkte machen, waren doch beide eingesetzten Spieler etwas stärker als diejenigen des Lenzburger Teams. Verlieren verboten, so lautete die Devise für Rolf Walti und Stephan Zaugg. Während letzterer mit den schwarzen Figuren spielend keinerlei Schwächen zeigte und das Remisangebot seines Gegners eine logische Folge war, hatte Walti für die Punkteteilung etwas härter zu kämpfen. Die zwei Remis erhöhten den Druck auf das Badener Team erheblich. Denn sowohl an Brett zwei als auch an Brett vier hatten die Lenzburger Schachsportler gegen die eingesetzten Badener Junioren einen komfortablen Stärkevorteil und insbesondere sah es am vierten Brett nach einem Sieg für den Lenzburger Teamleiter aus. Trotzdem reichte es an beiden Brettern etwas überraschend nur zu einem Remis. Während Björn Backlund in einer sehr schlechten Stellung froh sein musste, dass sein Gegner aufgrund höchster Zeitnot das Remis anbot – welches er auch gerne annahm – standen die Zeichen bei Sebastian Hoffmann schon sehr deutlich auf Sieg. Allerdings rettete sich Aryan Anand einen Zug vor dem Partieverlust dank eines schönen Läuferopfers und anschliessendem Dauerschach raffiniert ins Remis.

 

Ein Meisterstück des Team-Juniors

Und damit wurde der Spielausgang am ersten Brett matchentscheidend. Gewinnt Can-Elian Barth die Partie oder holt sich ein Remis ist Lenzburg aufgestiegen. Gewinnt der Badener Teamleiter steigt dessen Team auf. Dies weil bei einem 3:3 Unentschieden ein Sieg am ersten Brett höher gewichtet wird als der Sieg von Norbert Oze am fünften Brett. Bei einem Minusbauern von Barth sowie der grossen ELO-Differenz rechneten alle Anwesenden mit einer Niederlage für den Lenzburger Junior. Doch damit zeigte sich dieser nicht einverstanden, wehrte sich nach Kräften und erreichte bei beidseitig beginnender Zeitnot sogar eine potentiell ausgeglichene Stellung. Jochem Snuverink war nun gezwungen volles Risiko zu nehmen und seine noch kleine Chance auf den Sieg zumindest zu suchen. Das bessere Ende, nämlich den Partiegewinn, behielt aber Can-Elian Barth, welcher nach gut fünf Stunden hartem Kräfteringen nicht nur unerwartet den ganzen Punkt einfuhr, sondern seinem Team damit den Matchsieg und Aufstieg sicherte.

 

 

Das Badener Team, auch wenn unterlegen, hat deutlich aufgezeigt, welches Potential in ihm steckt. Mit gleich drei vielversprechenden Junioren dürfte in Zukunft noch Grosses zu erreichen sein. Für die Lenzburger Schachfreunde beginnt nun schon unmittelbar die Vorbereitung auf die nächste SMM-Saison. Nicht nur werden die Gegner stärker sein, es benötigt nun auch acht Spieler pro Runde, die Reisedistanzen wie auch der gesamte Aufwand werden grösser und neu werden neun Runden ausgetragen. Wenn sich Lenzburg in dieser Liga halten will, geht das wohl nicht ohne eine angemessene Verstärkung des Teams. Der Vereins-Vorstand dürfte gefordert sein, doch zuerst wird dieser krönende Saisonabschluss gefeiert.

 

Lenzburg ELO Baden  ELO 4 - 2
Can-Elian Barth (w) 2028 Jochem Snuverink    2403  1-0
Björn Backlund (s) 2086 Olivier Tschopp  1897   ½-½
Rolf Walti (w) 2100 Enno Eschholz  2182  ½-½
Sebastian Hoffmann (s)  2074 Aryan Anand  1866  ½-½
Norbert Oze (w) 2056     Daniel Richter  1805 1-0
Stephan Zaugg (s) 1984 Werner Brunner  2045 ½-½

 

Lenzburg 2 steigt in die zweite Liga auf

Auch das zweite Lenzburger Team trägt zu den Feierlichkeiten bei.

Denn es steigt von der dritten in die zweite Liga auf. Die Gruppenphase gewinnt das Team überzeugend mit zwei Punkten Vorsprung und das Aufstiegsspiel gegen Emmenbrücke 1 wird mit 2.5 zu 1.5 gewonnen.

 

Brett    Lenzburg 2 ELO Emmenbrücke 1 ELO Res: 2.5 - 1.5
1 Martin Schmid   2147 Andreas Wüst 1743          1-0
2 Jürg Hertli 1968 Josef Lustenberger 1854      1-0
3 Peter Bucher 1773   Dominik Reichmuth  1634      ½-½
4 Raul Sanz Danush Ahmeti 1779     0-1

 

Auf der Website des Schachclub Lenzburg (www.schachclub-lenzburg.ch) finden sich nebst ausführlichen Berichten zu den beiden Aufstiegsspielen auch diverse Informationen zum Schach in der Region und dem Verein. Schachfreunde, Schachinteressierte - egal ob Anfänger oder schon Könner -  sind im Verein jederzeit herzlich willkommen.

 

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Sensation in der Krone: Lenzburg schlägt Baden und steigt in die NLB auf

U-20 Junior Can-Elian Barth sicherte den Lenzburgern an Brett 1 den Aufstieg.
U-20 Junior Can-Elian Barth sicherte den Lenzburgern an Brett 1 den Aufstieg.

Lenzburg gewinnt das Aufstiegsspiel gegen Baden mit 4-2 und steigt sensationell in die Nationalliga B auf!

 

War das ein Krimi, was sich da in der Krone Lenzburg abgespielt hatte. Und erst noch einer mit Happy End.

Wenn man die Geschichte dieses Matches verstehen will, muss man zwei Dinge wissen:
1) Geht so ein Aufstiegsspiel unentschieden aus, so werden als Tie-Break die Brettpunkte an Brett 1 x6 jene an Brett2  x5, Brett 3 x4 gerechnet, bis Brett 6 das nur einfach zählt. Die vorderen Bretter waren also "wertvoller" als die hinteren.
2) Baden hatte an Brett 1 Jochem Snuverik mit gewaltigen 2400 ELO. Beide Mannschaften mussten also davon ausgehen, dass Baden das wertvollste Brett gewinnen würde, weshalb Lenzburg mindestens zwei Siege an den anderen Brettern würde holen müssen. Mannschaftsleiter Sebastian Hoffmann setzte sich zunächst selber an Brett 1, liess aber den Teammitgliedern frei, ob jemand anderer sich der Herkulesaufgabe stellen wollte, gegen Jochem ein Remis zu holen. Can-Elian Barth meldete sich. Damit begann diese schöne Geschichte, die ihn durch diesen Mut und mit dem, was er dann daraus machte, zum Held des Abends werden liess. Doch nun zum Geschehen in 5 Akten:

 

Akt 1) Norberts Figurenopfer

Alles begann mit einem Springeropfer. Norbert Oze erreichte in der Eröffnung, eine Stellung, in welcher er früher mal in einer Blitzpartie mit einem Opfer die Fianchettostellung aufgerissen hatte. Die damalige Analyse hatte ihm gezeigt, dass das Opfer vielleicht nicht 100% wasserdicht war, den Gegner aber vor eine komplexe Verteidigungsaufgabe stellte. Norbert rechnete und wägte lange ab und wagte es schliesslich. Und tatsächlich: Der Angriff schlug durch und damit stand es plötzlich 1-0 für Lenzburg. Im Moment war das weder beunruhigend für Baden noch beruhigend für Lenzburg. Je länger das Match aber ging, umso mehr Druck übte dieser Punkt aus. Norberts Mut beeinflusste schliesslich alles, was danach folgte und machte ihn zum "Co-Matchwinner". 

 

Akt 2) Björn zieht den Kopf aus der Schlinge

Björns Backlunds Gegner, Junior Olivier Tschopp, zeigte sich wenig beeindruckt von fast 2100 ELO und rückte unerschrocken mit der ganzen Kavallerie unterstützt von Dame und Läufer gegen die schwarze Königsstellung vor. Und tatsächlich erreichte er eine klare Gewinnstellung. Jeder ungenaue Zug von Schwarz konnte direkt in die Katastrophe führen - genaue Züge höchstens in ein schlechtes Endspiel. Doch sein Einsatz hatte viel Bedenkzeit gekostet. Mit wenigen Minuten auf der Uhr konnte Olivier den Angriff nicht mit der geforderten Genauigkeit fortsetzen, derweil Björn sehr umsichtig verteidigte. Einige Züge später war die Stellung nur noch unklar. Aber Olivier hatte noch 18 Züge bis zur Zeitkontrolle zu spielen. Das veranlasste ihn Remis anzubieten. Ein sehr wertvoller halber Punkt für Lenzburg. Immerhin sass Björn an Brett 2, ein Verlust dieses Brettes hätte Baden trotz Norberts Sieg wohl vorentscheidend in Führung gebracht. Immer noch davon ausgehend, dass Baden das Brett 1 gewinnt. Dort hatte Jochem inzwischen gar einen Bauern gewonnen.

 

Akt 3) Remis an Brett 3 und 6

Bretter 3 und 6 waren jene beiden, wo Baden (nebst Brett 1) ebenfalls stärker besetzt und daher zu favorisieren war. Diese Bretter durften aber auf keinen Fall verloren gehen. Und diesen Job erledigten die beiden Spieler zuverlässig. Stephan Zaugg mit Schwarz an Brett 6 hielt die Stellung sauber und gab keine Schwäche. Das Remisangebot kam von Weiss, der auf der Suche nach Angriffsmöglichkeiten viel Zeit verbraucht hatte. Rolf Walti spielte ebenso solid, musste aber ein leicht nachteiliges Endspiel in Kauf nehmen. Er konnte dieses aber mit umsichtigen Zügen halten. Diese beiden Remis waren wegweisend. Lenzburg war also noch immer in Führung und es wurde nur noch zwei Brettern gespielt. Plötzlich wurde der Druck auf Baden spürbar. Sollte Lenzburg Brett 4 gewinnen, war die Sensation geschafft - unabhängig vom Resultat an Brett 1. 

 

Akt 4) Sebastians Griff nach der Vorentscheidung

Die Ausgangslage war nun so, dass Sebastian Hoffmann an Brett 4 mit einem Sieg den Aufstieg schaffen konnte. Andererseits musste er aber auch gewinnen, da ja der klare Favorit an Brett 1 mit Bauernvorteil besser stand und das Brett 4 höher bewertet war als das gewonnene 5. Entsprechend startete Sebastian einen gnadenlosen Angriff, wobei er immer aufpassen musste, nicht zu überziehen. Sein Gegner, Junior Aryan Anand, hielt aber sehr gut dagegen und hatte ebenfalls Gegendrohungen. Sebastian schnürte schliesslich den gegnerischen König so ein, dass er, wenn er am Zug gewesen wäre, umgehend gewonnen hätte. Doch Aryen hatte eine clevere Ressource aufgebaut. Mit einem Läuferopfer bot er Schach und konnte danach mit der Dame Dauerschach geben. Damit war der Matchverlust spektakulär abgewendet. Wäre der Abend anders ausgegangen, wäre wohl Aryan als Matchwinner für Baden gefeiert worden.

 

Akt 5) Can-Elians heroischer Kampf

Dieses weitere Remis an Brett 4 veränderte die Situation an Brett 1 dramatisch. Bisher waren alle davon ausgegangen, dass dieses Brett "einfach so" für Baden gewonnen sein würde, erst recht nach dem Bauerngewinn durch Jochem. Nun aber war es plötzlich das letzte, an dem noch gespielt wurde und Jochem musste nun auf alle Fälle gewinnen. Noch zweifelte niemand daran. Alle erwarteten, dass das Aufstiegsmatch nach Punkten 3:3 unentschieden ausgehen und Baden dank der Brettpunkteregel aufsteigen würde.

 

Aber einer erhob Einspruch: Can-Elian Barth kämpfte wie ein Löwe, um diese Geschichte an seinem Brett irgendwie im Lot zu halten - rings herum standen alle anderen Spieler als Zuschauer. Trotz dieser alles anderen als gemütlichen Situation erreichte der Lenzburger mit einem cleveren Abtausch ein Endspiel mit Springer (Can-Elian) gegen Läufer, wo Can-Elians König den zentralen Mehrbauern seines Gegners auf einem durch den Läufer nicht kontrollierbaren Feld blockieren konnte. Auf beiden Flügeln standen sich jeweils gleich viele Bauern gegenüber. Beide Spieler hatten weniger als 10 Minuten auf der Uhr. Das zu gewinnen, war nun extrem schwierig geworden. Jochem probierte es natürlich trotzdem. Dafür musste er aber Risiken nehmen. Er griff mit dem König die Königflügelbauern von Can-Elian an und verschaffte sich drei verbundene Freibauern. Ich Gegenzug musste er aber Weiss ebenfalls einen Freibauern am Damenflügel zugestehen. Can-Elian konnte diese Freiheit nutzen und war mit seiner Drohung zur Umwandlung früher. Um 19:10 - nach gut 5 Stunden Kampf - stand somit fest: Can-Elian hatte das Spiel und damit Lenzburg das Match gewonnen und machte sich damit zu Helden des Abends.

 

Eine unglaubliche Geschichte - eine unglaubliche Leistung aller Beteiligten. 

 

Respekt an Baden und den Junioren auf beiden Seiten

Gewaltigen Respekt gilt aber auch dem Gegner - insbesondere deren Jugendarbeit. Baden war mit drei starken Junioren an dieses Aufstiegsspiel angetreten - immerhin ging es hier um die NLB! Zwei davon hatten superstarke Spieler wie Björn und Sebastian mächtig gefordert und sie aus deren Komfortzone geholt. Leider hat es für sie nicht gereicht. Aber wenigstens ist der Lenzburger Matchwinner auch ein U-20 Junior. Und neben Can-Elian war diese Saison ein weiterer Junior fürs "Eins" am Start: Der Wohler Nikita Sosnovski (U-16) hat in zwei 1.Liga-Spielen hervorragende 1.5 Punkte für Lenzburg geholt und damit mit 2064 ELO performt (383 Punkte über seiner eigenen Wertung).

 

Eine tolle Mannschaft wird "Aargauer Meister"

Die Mannschaft von Lenzburg hat eine wunderbare Saison gezeigt. Es ist ein Team fast ohne Schwächen, dafür mit viel Spiellaune und Teamgeist. Wie der Bericht zeigt, war jede einzelne Leistung jeder halbe Punkt der gewonnen wurde mitentscheidend für den Sieg.

 

Natürlich warten in der Nationalliga B dann ganz andere Kaliber. Aber das ist nächstes Jahr. Erstmal wird gefeiert. 


Nebenbei wurde Lenzburg in diesem heutigen "Finalspiel" auch Aargauer Meister - auch wenn es diesen Titel offiziell gar nicht gibt. Man kann nur gratulieren!  

 

 

Lenzburg ELO Baden  ELO 4 - 2
Can-Elian Barth (w) 2028 Jochem Snuverink    2403  1-0
Björn Backlund (s) 2086 Olivier Tschopp  1897   ½-½
Rolf Walti (w) 2100 Enno Eschholz  2182  ½-½
Sebastian Hoffmann (s)  2074 Aryan Anand  1866  ½-½
Norbert Oze (w) 2056     Daniel Richter  1805 1-0
Stephan Zaugg (s) 1984 Werner Brunner  2045 ½-½

 

 

Nachtrag: Und unser Held des Abends schaffte es gar mit Bild auf die Homepage des Schachbundes (Peter: danke für den Hinweis):
SMM-Aufstiegsspiele: zwei Rückkehrer und zwei Neue in der Nationalliga B - SSB (swisschess.ch)

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SCL 2 steigt in die 2. Liga auf!

Ahmeti-Sanz: Schwarz steht leicht besser. Aber Weiss hat auch seine Drohungen. Vor allem b7 durchzusetzen, ist sein Ziel. Weshalb er mit 32. Td1-b1 schon mal versucht, die b-Linie zu kontrollieren. Nur ein Zug sichert Schwarz Vorteil. Findest Du ihn?
Ahmeti-Sanz: Schwarz steht leicht besser. Aber Weiss hat auch seine Drohungen. Vor allem b7 durchzusetzen, ist sein Ziel. Weshalb er mit 32. Td1-b1 schon mal versucht, die b-Linie zu kontrollieren. Nur ein Zug sichert Schwarz Vorteil. Findest Du ihn?

SCL2 gewinnt gegen Emmenbrücke 1 mit 2½-1½ und steigt in die 2. Liga auf!

 

Durch Siege an den ersten beiden Brettern konnte Lenzburg einigermassen früh aufatmen. Denn durch die Regelung, dass bei einem Unentschieden die Brett-Punkte der vorderen Brettern höher zählen als jene der hinteren, war der Sieg und damit der Aufstieg in die 2. Liga bereits in trockenen Tüchern.

Martin Schmid schickte seine Figuren an Brett 1 in einen wilden Bauernangriff im Zentrum und am Königsflügel, den er nach 25. Zügen auf beeindruckende Weise zum Erfolg brachte.

Etwas ruhiger ging es an Brett 2 zu, allerdings konnte Jürg Hertli mit schwarz früh ausgleichen und hatte mit zwei Bauernschwächen im weissen Lager mögliche Angriffsziele. Ein Fehlgriff des Gegners nach angebotenem Damentausch ermöglichte Jürg einen wunderschönen Zwischenzug, der mindestens einen Bauern gewann. Der weisse Rettungsversuch misslang und führte zu Turmverlust und Aufgabe des Gegners.


Deutlich "zächer" war die Situation an den Brettern 3 und 4. Beide Lenzburger hatten sich nach der Eröffnung einen leichten Vorteil erspielt. Nachdem das Match mit der 2-0 Führung entscheiden war, konnten sie auf Sieg spielen. Was aber beiden nicht gelang. Peter Bucher, der mit einer Qualität führte, willigte nach guter Gegenwehr des Gegners und bei nur noch leicht besserer Stellung auf Remis ein. Raul Sanz hatte aus der Eröffnung dem Gegner zwei Bauernschwächen aufdrücken können und hatte somit etwas mehr als Ausgleich erreicht. Doch er kriegte von Weiss einige taktische Denksportaufgaben gestellt. Den Punkt musste er schliesslich dann doch den Gästen aus Emmenbrücke überlassen.

 

Das Bild zeigt eine der vielen Stellungen, wo der richtige Zug nicht einfach zu finden war.  In der Partie tauschte Schwarz den Turm auf b1und hatte nur noch minimalen Vorteil.  Danush Ahmweti konnte aber wenig später mit einem schönen Qualitätsopfer auf d5 die Bauernumwandlung erzwingen und das daraus entstehende vorteilhafte Endspiel gewinnen.

In der Stellung hätte Schwarz nur mit  32...Tc2 eine bessere Stellung erreichen können. Solch ein Zug, der bereitwillig dem Weissen die b-Linie überlässt und 33. b7 erlaubt, kippt man gerne aus dem Kandidatenkreis. Um die Umwandlung abzuwenden, ist Schwarz nun gezwungen mit 33...Lxb7 34.Txb7 den Läufer abgeben. Schwarz kontert aber erst mit Turmschach auf c1 - um den Springer passiv zu stellen - und holt sich dann dank der beiden Türme auf der c-Linie den Läufer mit 35..T8xc7 zurück. Mit dem "freien" Mehrbauern auf der a-Linie hat er schönen Vorteil.

 

Brett    Lenzburg 2 ELO Emmenbrücke 1 ELO Res: 2.5 - 1.5
1 Martin Schmid   2147 Andreas Wüst 1743          1-0
2 Jürg Hertli 1968 Josef Lustenberger 1854      1-0
3 Peter Bucher 1773   Dominik Reichmuth  1634      ½-½
4 Raul Sanz Danush Ahmeti 1779     0-1
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Chlausblitz 2021 - Nobert Oze triumphiert

Gewinner Chlausblitz 2021
Martin Schmid (3.), Björn Backlund (2.), Norbert Oze (Turniersieger), Rahimi, Hamid (U1600), Anand, Nagasayanam (U1800), Kilian Pedolin (Bärentöter) -> Die Masken wurden nur kurz für das Bild abgenommen.

20 Spieler! Das Chlausblitz ist eines der Hauptevents des Schachclubs Lenzburg, aber so viele nahmen wohl selten teil. Dabei gab es noch vier kurzfristige Abmeldungen. Das Feld war vom Einsteiger bis zum Top-Clubspieler weit gestreut. Nicht weniger als 6 Spieler über 1900 kämpften um die drei Podest-Gritibänzen.  Zudem waren einige Junioren am Start. Zu erwähnen gilt vor allem die starke 5er-Delegation aus Baden.

Drei Teilnehmer hatten wenige bis gar keine Erfahrung mit dem Turnier- oder Clubspiel am Brett und der Uhr.

 

Als Sieger durfte sich Norbert Oze feiern lassen. Mit 7.5 Punkten aus 9 Runden und einer beeindruckenden Turnierperformance von 2175 legte er eine souveräne Leistung aufs Brett. Auf Rang 2 klassierte sich Björn Backlund mit 7/9 Punkten und ebenso imposanten Performance von 2136. Martin Schmid 6.5/9 komplettierte als Dritter das Podest. Auch er performte mit 2085 sehr hoch.

 

Den U1800 Preis erspielte sich Alexej Gets. Da er aber zum Zeitpunkt des Rangverlesens das Turnier bereits verlassen hatte, ging der Preis weiter an Nagasayanam Anand. Nagasayenam war auf jeden Fall ein würdiger Stellvertreter. Er erreichte genau wie Alexej 5 Punkte, nur hatte er trotz höherer Performance bei den Buchholzpunkte eine kleine Differenz.

 

Der U1600-Preis ging an Hamid Rahimi. Mit dem 8. Gesamtrang gelang Hamid insgesamt ein sehr starkes Turnier.

 

Traditionell wird in Lenzburg ein Spezial-Preis für die grösste Überraschung (eine Partie) vergeben: Der sogenannte Bärentöterpreis. Überraschungen gab es in den 9 Runden tatsächlich einige. Mehrere Spieler konnten eine ELO Differenz von 200 oder mehr überwinden. Auch einige Remisen gegen deutlich höher gewertete Gegner gab es zu vermelden - wobei in diesen Fällen die ELO-Differenz halbiert wird.

Mit seinem Sieg gegen Nikita Sosnovski konnte der erst seit wenigen Monaten aktiv am Brett spielende Kilian Pedolin diese Wertung für sich entscheiden. Kilian war auf 1450 eingeschätzt, Nikita hat eine ELO von 1680 - Differenz 230 ELO. Dass Kilians ELO-Einschätzung nicht zu tief angesetzt war, zeigt seine Turnierperformance: Diese lag trotz des Sieges gegen Nikita bei 1434, also knapp unter der Einschätzung.

 

Das Turnier fand unter strengen Corona-Schutzmassnahmen statt. Es galt konsequent Maskenflicht, auch am Brett. Die Zertifikate wurde geprüft und nach jeder Runde wurde stossgelüftet. Der eine oder andere mag auch mal stossgebetet haben, was dann zusammen mit "gewonnen" eine weitere kreative Variante von '3G' ergibt.

 

Detaillierte Rangliste siehe Chessresults.ch

 

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SCL 1 ist Gruppenzweiter. Es lockt die NLB!

Die erste Mannschaft gewinnt in Massagno gegen den Leader der Gruppe Zentral mit 4 -2. Damit schliessen die Lenzburger punktemässig zu den Tessinern auf. Nur 2 Brettpunkte fehlen zum Gruppensieg. Ein knappes Verdickt, wenn man bedenkt, dass Massagno von einem 6-0 Mannschaftsforfait gegen Brugg profitiert hatte. Was die Spieler des SCL 1 diese Saison abgeliefert haben, ist doch sehr beeindruckend. Nebst Gruppensieger Massagno hatten die Lenzburger auch das drittplatzierte Winterthur IV mit 4-2 besiegen können.

 

Damit sind die Lenzburger für das Aufstiegsspiel qualifiziert. Da Gruppensieger Massagno verzichtet, rückt Lenzburg 1 nach und darf nun zuhause gegen Baden 1 spielen. Es lockt also das Abenteuer NLB. Wir sind gespannt, wie die Reise weitergeht.

 

Zuletzt spielten die Lenzburger in der Saison 2007 national. Die damalige Mannschaft war angeführt von drei Spielern über 2200 ELO: Matthias Garnter, Felix Hindermann und Markus Regez. Das Abenteuer endete bereits nach einer Saison wieder. Aber die Spieler, die heute dieses Aufstiegsspiel erkämpft haben und damals auch schon dabei waren (Rolf W., Björn B., Martin S. plus Martin W. der diese Saison aussetzte) erinnern noch sehr gerne daran.

 

Weiss   Schwarz Ergebnis
Vladimir Paleologu (2062)      -      Rolf Walti (2100)  ½-½
Alessandro Jones (1927) - Björn Backlund (2086)   ½-½
Maurizio Guidi (2064) - Sebastian Hoffmann (2074)       ½-½
Roberto Buratti (1807) - Martin Schmid (2147)   0-1
Lorenzo Cocconcelli (2137) - Can-Elian Barth (2028)  ½-½
Dragan Budakovic (1844) - Stephan Zaugg (1984)

  0-1

 

Schlussrangliste 1. Liga Gruppe Zentral 

 

Rang      Club MP       EP
1 Massagno 1  10  25
2 Lenzburg 1  10  23
3 Winterthur 4          9  25½
4 Zug 1    7  23½
5 Brugg 1    6  17½
6 Zürich 3    5  19½
7 Luzern 2    5  18½
8 Entlebuch 1    4  15½
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SMM Runde 6 (SCL2) - 4-0 Sieg zum Abschluss

Mit dem zweiten 4-0 - Sieg in Folge beendet SCL 2 die "Regular Season", wo sie schon vor dem Match als Gruppensieger feststanden. Das Resultat sieht deutlicher aus, als es gefühlt am Brett war, denn die Zofinger wehrten sich nach Kräften. Nach einem unglücklichen Figureneinsteller am ersten Brett fingen sie sich gut und forderten vor allem an Brett 3 und 4 die Lenzburger über 3.5 Stunden bis ins kurz vor der Bauernumwandlung.

 

Weiss   Schwarz Ergebnis
Clemens Wymann (1670)       -      Jürg Hertli (1968) 0-1
Bruno Kunz (1477) - Livio Mazzoni (1753) 0-1
Guido Roos (1542) - Lothar Eichenberger (1725)      0-1
Bruno Bolliger (1429) - Jacques Villars (1754) 0-1

 

Nach diesem Vollerfolg hat Lenzburg 2 die Distanz auf das zweitplatzierte Baden ausgebaut. SCL 2 wird am 16. Dezember zuhause um den Aufstieg in die 2. Liga spielen können. Der Gegner kommt vom anderen Ende der Seetalbahn: Emmenbrücke 1. Die Emmenbrücker haben in der Gruppe Zentral 3 den zweiten Rang erzielt und dabei nur gegen Gruppensieger Wettswil verloren. 

 

In Emmenbrücke freut  man sich auch auf das Spiel. Den schönen Bericht und eine kleine (uns etwas schmeichelnde) Voranalyse siehe hier: http://www.schach-emmen.ch/ und hier: SGE Journal: ♞ SMM 2021: Das «Seetal-Derby» (schach-emmen.blogspot.com)

 

Schluss-Rangliste 3. Liga Gruppe Zentral4

 

Rang     Club MP     EP
1 Lenzburg 2          9    16½
2 Baden 3   7    12
3 Zofingen 1   2      6½
4 Freiamt 2   2      5
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SMM R6 - SCL1 auf Zwischenrang 2!

Lenzburg 1 gewinnt gegen den Tabellenzweiten Winterthur IV mit 4-2. Damit überholen die Seetaler die Tösstaler und glänzen neu auf dem sensationellen Zwischenrang 2. In der letzten Runde geht es auswärts gegen Leader Massagno. Die Tessiner sind bereits für die Aufstiegsspiele qualifiziert und werden sich das Heimspielrecht sichern wollen. Unsere Mannschaft ist die einzige, die Massagno die Suppe noch versalzen könnte. Allerdings reicht dem Leader zum Gruppensieg sogar eine Niederlage, sofern diese nicht höher als 2-4 ausfällt. 

 

Lenzburg müsste in Massagno auf alle Fälle siegen, um Rang zwei sicher behaupten zu können. Denn die Verfolger Winterthur und Zug, die je nur einen Punkt weniger haben, aber zwei bis drei Brettpunkte mehr aufweisen, spielen gegeneinander. Sollte es in dieser Begegnung einen Sieger geben, wird einer der beiden Lenzburg überholen, sollte SCL1 im Tessin nicht gewinnen. Sind beide Matches Remis, so bleiben die Lenzburger natürlich auf Rang 2.

 

 

Einzelresultate:

 

Lenzburg I    ELO         Winterthur IV    ELO      Ergebnis
Barth 2028 -      Khenkin 2582 0:1
Backlund 2086 - Reinhardt 2182 ½:½
Walti 2100 - Catone 1932 1:0
Hoffmann 2074 - Bürge  2021 1:0
Wigger 1995 - Pfleger 1906 ½:½
Zaugg 1984 - Jenny 1920 1:0

 

 Zwischenrangliste nach 6 Runden:

 

Rang    Mannschaft     Pt .       BP 
1 Massagno 10 23
2 Lenzburg   8 19
3 Winterthur IV   7 22
4 Zug   7 21
5 Luzern II   5 16
6 Brugg   4 14
7 Entlebuch   4 13
8 Zürich III   3 16
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SMM 2021 - Runde 5: SCL2 ist Gruppensieger, wichtiger Sieg für SCL1

Entlebuch 1   -   Lenzburg 1    2    -  4     
Baden 3   -   Lenzburg 2    0 -  4
UBS 2   -   Lenzburg 3            2½  ½

 

Entlebuch 1 - Lenzburg 1: Wichtige Punkte für Lenzburg (2 -4)

Die erste Mannschaft konnte im Spiel gegen Tabellennachbar Entlebuch einen wichtigen Sieg im Kampf um den Ligaerhalt einfahren. Can-Elian Barth und Stephan Zaugg mit ihren Siegen und Rolf Walti und Björn Backlund mit Remisen sorgten für die 4 Brettpunkte.

Lenzburg 1 liegt nun sogar auf auf Rang 3 - nur zwei Punkte hinter Leader Massagno! Das tönt doch ganz nach "nach vorne orientieren". Das dürfen die Lenzburger tatsächlich auch. Doch aufgepasst: Der Ligaerhalt ist noch nicht geschafft. Denn der Vorsprung auf Rang 7 (Zürich III) beträgt gerade mal 3 Punkte. Abstiege mit 6 Punkten sehr zwar selten und Lenzburg müsste sich noch von vier Teams  überholen lassen, doch rechnerisch ist das möglich. Und die Varianten dazu sind nicht mal so abwegig.

Lenzburg  1 muss bzw. darf noch gegen die beiden Top-Teams Massagno (Runde 7) und Winterthur IV (Runde 6) antreten. "Nach vorne orientieren" und "nach hinten absichern" finden also gleichzeitig statt. 

 

Zwischenrangliste nach 5 (von 7 ) Runden

 

Rang     Mannschaft Punkte BP
1       Massagno 8 18
2 Winterthur IV       7 20
3 Lenzburg 6 15
4 Zug 5 16½
5 Luzern II 5 15
6 Entlebuch 4 11½
7 Zürich III 3 13½
8 Brugg 2 10½

 

6. Runde 20.11.2021

Luzern – Massagno, Zürich – Brugg, Zug – Entlebuch, Lenzburg – Winterthur

 

7. Runde 04.12.2021

Massagno – Lenzburg, Winterthur – Zug, Entlebuch – Zürich, Brugg – Luzern

 

Baden 3 - Lenzburg 2:  Lenzburg ist Gruppensieger (0 - 4)
SCL 2 hatte sich mit bisher sehr starken Leistungen schon nach 4 Runden vorzeitig für das Aufstiegsspiel qualifizieren können. Gegen das punktgleiche Baden 3 ging es in Runde 5 darum, eine Vorentscheidung im Kampf um den Gruppensieg zu erreichen. Und die Lenzburger lieferten - aber so was von: Mit einem staubtrockenen 4-0-Sieg ist nun alles geregelt! Das Lenzburg 2 kann eine Runde vor Schluss nebst zwei Mannschaftspunkten auch 4½ Brettpunkte mehr vorweisen als das zweitplatzierte Baden 3. Damit thronen die Seetaler  uneinholbar von Platz 1.


Damit ist natürlich auch das Heimspielrecht für das Aufstiegsspiel im Trockenen. Gegner wird Emmenbrücke 1 sein, das in der Gruppe Zentral 3 bereits als Zweiter feststeht. Denn in dieser Gruppe wurde aufgrund der Anzahl Mannschaften die "reagular Season" nach der 5. Runde  beendet.

 

Zwischenrangliste nach 5 (von 6) Runden

 

Rang    Mannschaft   MP  EP
1 Lenzburg 2 9 16½
2 Baden 3 7 12
3 Zofingen 1 2
4 Freiamt 2 2 5

 

Runde 6: Di, 30.11.21: Zofingen-Lenzburg, Freiamt-Baden

Aufstiegsspiel: Do, 16.12.12: Lenzburg 2 - Emmenbrücke 1

 

UBS 2 - Lenzburg 3:  erneut Personalprobleme (2½ - ½)

Lenzburg 3 wurde auch in der letzten Runden von Personalproblemen geplagt. In ihrer 6er-Gruppe war bereits die letzte Runde angesagt und Lenzburg hätte gerne die ersten Mannschaftspunkte geholt. Leider war aber an drei Brettern nur ein einzelnes Remis zu holen. Am vierten Brett hatten gleich beide Mannschaften ein Forfait zu beklagen. Erfreulich ist der Einsatz des Aarauer Jugendleiters Stephan Mäder. Er konnte zwar nicht punkten, half aber mit seinem Einsatz das zweite Mannschaftsforfait in Folge zu verhindern. Zusammen mit Luca Rusconi ist er bereits der zweite Aarauer, der in dieser Saison dem Lenzburger "3" aus der Patsche geholfen hat.

Trotzdem: SCL3 konnte den letzten Schlussrang dank der Brettpunkte verhindern. Berücksichtigt man, dass, es für die meisten Lenzburger Spieler die ersten SMM-Einsätze überhaupt waren und die Gegner teilweise mit starken Clubspielern aufwarteten, so darf man mit dieser Einstiegssaison trotzdem zufrieden sein.

 

Schlussrangliste 4. Liga, Gruppe Zentral 1

 

Rang   Mannschaft MP  EP
1 Wollishofen 5 6 12
2 Dübendorf 2 6 11
3 SprengSchach 3    6 9
4 UBS 2 2
5 Lenzburg 3 0
6 Oberglatt 3 0 0
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SMM 2021 - Runde 4

Lenzburg 1   -   Brugg 1     2    -  4     
Lenzburg 2   -   Freiamt 2   3½  ½
Lenzburg 3   -   Dübendorf 2             0F   4

 

 

SCL 1 - Brugg 1

Die erste Mannschaft (vor dem Spiel auf dem geteilten Platz 3 platziert), verliert gegen das bisher punktelose Brugg 1 mit 2:4. Die Lenzburger verpassen damit die Gelegenheit, sich frühzeitig aus Abstiegskampf zu verabschieden und sich gar nach vorne orientieren zu können. Immerhin liegt SCL1 aber noch auf Rang 4. Sie haben jedoch nur zwei Punkte Vorsprung auf Brugg, das den Abstiegsplatz 7 belegt. Das werden spannende letzte drei Runden.

 

Rang Club MP EP
1 Winterthur 4 7 17½
2 Massagno 1 6 14½
3 Luzern 2 5 13½
4 Lenzburg 1 4 11
5 Entlebuch 1 4
6 Zug 1 3 13
7 Brugg 1 2 8
8 Zürich 3 1 9

 

 

SCL 2 - Klarer Sieg - doch gutes Spiel von Freiamt

Am Ende ist das Resultat deutlich und entspricht den ELO-Verhältnissen. An den Brettern allerdings konnten unsere Freunde und Nachbarn aus dem Freiamt die Partien lange offenhalten und sehr gut mitspielen. Kleine Ungenauigkeiten oder taktische Fehler entschieden dann zugunsten der Lenzburger bzw. ermöglichten das Remis nach verpatzter Eröffnung. 

 

Dank diesem Sieg übernehmen die Lenzburger die alleinige Tabellenführung, allerdings nur einen halbem Brettpunkt vor Baden, das gegen Zofingen mit 1:3 gewann. Mehr noch: In der nur vier Mannschaften umfassenden Gruppe stehen Lenzburg und Baden bereits als Bestreiter der Aufstiegsspiele fest. Es geht zwischen den beiden aber noch um das Heimrecht. Zofingen und Freiamt steigen nicht ab. 

 

Rang Club MP EP
1 Lenzburg 2 7 12½
2 Baden 3 7 12
3 Zofingen 1 2
4 Freiamt 2 0 2

 

 

SCL 3 - Junior im Einsatz - aber leider Mannschaftsforfait

Lenzburg 3 war von der aktuell schwierigen personellen Situation betroffen und trat wegen eines kurzfristig bekannt gewordenen Krankheitsfalls (somit waren 9  Spieler nicht verfügbar!) mit einem Forfait-Brett an. Da ein weiterer Spieler aus beruflichen Gründen am Abend nicht erschien, vertraten am Schluss "nur" Roland Burri und der Aarauer Junior Luca Rusconi die Lenzburger Farben.

 

 

Gemäss SMM-Reglement müssen mehr als die Hälfte der Bretter besetzt sein. Daher wird es wohl zu einem Mannschaftsforfait kommen. Das verändert zwar nicht das Resultat (denn Roland und Luca verloren ihre Partien) - ist aber doch ziemlich unschön. Auch für den Gegner Wollishofen 5 war diese Situation gelinde gesagt wenig erfreulich, da sie sich schlussendlich die Anreise hätten ersparen können. Es ist zu hoffen, dass für die letzte Runde von SCL3 und die letzten beiden Runden der übrigen Mannschaften wieder genügend Leute zur Verfügung stehen.

Bei diesem Forfait darf man nicht vergessen, wie gut beiden anwesenden Spieler gekämpft hatten. Gegen zu favorisierenden Gegner hielten beide die Partie offen, mussten aber am Ende doch Ihre Könige hinlegen. Junior Luca stand zumindest nicht schlechter, als ihm die eine oder andere Ungenauigkeit unterlief. 

 

Rang Club MP EP
1       Wollishofen 5 6 11
2 SprengSchach 3 6 9
3 Dübendorf 2 4 8
4 Lenzburg 3 0 2
  UBS 2 0 2
6 Oberglatt 3 0 0

 

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SMM 2021 R3: Doppel-Comeback der Legenden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Luzern 2   -   Lenzburg 1    4 -  2
Freiamt 2   -   Lenzburg 2    1 -  3
Sprengschach 3   -   Lenzburg 3             3   1

 

Nicht oder noch nicht Geimpfte, Ferien, Krankheit, berufliche Unabkömmlichkeit und sonstige Verpflichtungen: Die Liste der Abwesenheitsgründe war lang und entsprechend waren die Mannschaftsleiter nicht um ihre Aufgabe zu beneiden, drei Teams zusammen zu stellen. Das gelang denn auch nur unvollständig - aber dass es bei "nur" einem Forfaitbrett bei der dritten Mannschaft blieb, darf durchaus als Erfolg zu gewertet werden.

 

Diese ungünstige personelle Konstellation hatte aber auch ihr Gutes. Daraus entwickelte sich nämlich eine wunderbare Geschichte bei der zweiten Mannschaft: Mit Beat Troller (ehemaliger Spielleiter) und Emil Klaus (ehemaliger Präsident) setzten sich gleich zwei Legenden des Schachclubs Lenzburg wieder ans Brett. Während Emil vor drei Jahren letztmals für SCL1 gespielt hatte, datiert die jüngste SMM-Partie von Beat gar aus 2014. Von diesem Wiedersehen war auch der Gegner aus dem Freiamt entzückt und schnell kam das Gespräch auch auf die Hypi- Stadtmeisterschaft Lenzburg. Was damals in Lenzburg geleistet wurde, kann noch heute im Netz bewundert werden: Guckst Du hier: 4. Lenzburger Hypi Stadtmeisterschaft 2004 - Schachclub Lenzburg (yumpu.com)

 

Derart verstärkt konnte SCL2 das Match 3-1 gewinnen. Beide Legenden mussten aber kämpfen. Während Beat gegen Werner Bieri nur leicht schwächer aus der Eröffnung kam und das Blatt eindrücklich wenden konnte, hatte sich Emil in der ersten Partiephase eine zu grosse Hypothek aufgeladen und sein Gegner Pius Sibler zog den Vorteil konsequent zum Sieg durch. An Brett 1 gewann Jürg Hertli in beindruckendem Stil gegen Walter Eggenberger und Lothar konnte am Brett 4 gegen Cornelio Agustoni seine aktive Eröffnungsstellung ebenfalls zum vollen Punktgewinn ummünzen, womit der 3-1 Auswärtssieg realisiert war.

 

Die dritte Mannschaft ging haarscharf an einem Mannschaftsforfait vorbei. Ausgerechnet für das Auswärtsspiel mit der grössten Wegdistanz entpuppte sich die Teambildung als Herkules-Aufgabe. Dank Michael Dittmar, der extra aus Genf angereist war, um die dritte zu unterstützen, Tim Betsche, dessen Vater die Fahrt nach Wil SG aufnahm und Sebi Baniclès konnte das Verdikt wenigstens auf ein Einzel-Forfait verringert werden.

Michaël gewann gegen Fabio Oberhänsli. Nach einer etwas passiv gespielten Eröffnung konnte Michael seinen Plan zwar konsequent durchziehen - nur leider war es ein "Sch...plan"  (O-Ton Michael), weshalb der Lenzburger am Spitzenbrett zunächst arg in Bedrängnis kam und kämpfen musste, aber dann doch noch gewann.  Tim Betsche erarbeitete sich eine sehr gute Stellung, konnte aber diese leider nicht in einen Sieg umwandeln, so dass der Gegner das Blatt noch wenden konnte. Ebenso Sébastien Baniclès, der einen vergifteten Bauern verspeist hatte und danach die Partie nicht mehr drehen konnte.

 

Bei soviel Ereignisreichtum bei den unteren Mannschaften bewegt sich das Topteam für einmal ausserhalb der Schlagzeilen und wird ausnahmsweise als letztes erwähnt.  Die erste Mannschaft konnte auswärts bei NLB-Absteiger Luzern 2 mit vier Remisen und zwei Niederlagen leider keine Punkte entführen. Die beiden Teams waren sich vom Rating her ziemlich ebenbürtig - mit eher leichten Vorteilen für Lenzburg. Nach dieser Niederlage müssen die Lenzburger die Co-Leaderschaft, die sie gemeinsam mit Entlebuch inne hatten, abgeben.

 

 

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Lichess-Herbst-Turnier

 

Der Herbst hat begonnen und unsere normalen (Donnerstag) Clubabende finden nur unter den straffen Corona regeln statt. Deshalb wäre es schön, zusätzlich auch wieder etwas online zu spielen.

 

Da es wohl nicht einfach sein wird, einen passenden “Abend” für alle zu finden schlagen wir folgendes Turnier System vor:

 

  • Mitte Oktober - Mitte Dezember
  • Bedenkzeit: 30min+30sec
  • individuelle Terminvereinbarung, 1 Partie pro Woche aber mit grosszügigen Verschiebemöglichkeiten (5 Runden in ca. 8 Wochen). 

 

 

(siehe Ausschreibung unten) 

 

Die Teilnehmer werden in 6er und 5er Gruppen eingeteilt. Die Einteilung erfolgt nach Spielstärke

- 6er Gruppen -> 5 Runden

- 5er Gruppen -> 4 Runden

 

Wir hoffen auf rege Teilnehmerzahl und drei bis vier 6er Gruppen.

 

Nach diesem “Herbst-Turnier” ist ein Folge-Turnier mit 8er Gruppen von Januar bis März 2022 geplant.

 

Ausschreibung:

Herbstturnier Round Robin

 

Turniermodus:  Round Robin (jeder gegen jeden in 6er Gruppen)

Bedenkzeit: 30min+30 sec pro Zug

Einsatz: 10 Franken pro Spieler

Preise: Die ersten drei in jeder Gruppe erhalten 30, 20, 10 Franken als Preis.

(bzw bei 5er Gruppen entsprechend etwas weniger).

 

Spieltermine: Gespielt wird auf Lichess nach gegenseitiger Vereinbarung und je nach Möglichkeit eine Partie pro Woche. (Bis Mitte Dezember nicht gespielte Paarungen werden als Remis gezählt).

 

Auslosung: Die Paarungen innerhalb der Gruppen werden von Michael und Lothar ausgelost. Ergebnisse bitte Michael Dittmar melden.

  

Anmeldung:

Anmeldung und Mitteilung Ideen/Anregungen bitte per E-Mail an:

Michael Dittmar

 

Folgeturnier: Bei ausreichender Teilnehmerzahl organisieren wir ein Folge-Turnier “Winter 2022” in verschiedenen Stärkegruppen, wobei die Rangierung des Herbstturniers als Basis genommen wird (bzw. Neue Spieler: Einordnung nach ELO Stärke Anfang 2022).

 

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Link zum Lichess-Team Schachclub Lenzburg

 

Michael + Lothar

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Herbstblitz - Michael Wigger vor Stephan Zaugg

Ganze fünf Spieler fanden sich zum Herbstblitz ein. Daher wurde doppelrundig gespielt, was immerhin 10 Runden mit je 2x spielfrei ergab. Das Feld war mit drei 1900er und zwei 1700er recht stark besetzt. 

 

In diesem Minenfeld spielte vor allem Michael Wigger sehr solide und kam ohne Niederlage durch den Abend. Gegen den stark aufspielenden Stephan Zaugg holte Michael zwei mal remis und sicherte sich mit zwei Siegen gegen den weiteren Mitfavoriten Norbert Oze und 8 Punkten den Turniersieg . Stephan Zaugg, der überraschend eine Partei gegen Lothar Eichenberger verlor, erzielt mit 7½ Punkten Rang zwei. Norbert Oze komplementierte das Podest mit 6 Punkten .

 

Den Zweikampf der beiden 1700er konnte Lothar mit zwei Siegen gegen Bernhard für sich entscheiden, wobei Bernhard ebenfalls einen kleinen Triumph mit nach Hause nahm: Er spielte gegen drei Favoriten recht gut mit und  gegen den nachmaligen Sieger erspielte er sich mit zwei Mehrbauern einen veritablen Vorteil. Die Bauern liessen sich zwar nicht zum Sieg umsetzen, aber einen fetten halben Punkt gab es trotzdem.

 

Herbstblitz 2021 (chessresults.ch)

 

 

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