SMM Runde 4: SCL 1 zurück auf der Erfolgsspur

Die 4. Runde der SMM brachte für den Schachclub Lenzburg unterschiedliche Resultate. Während die erste Mannschaft mit einem überzeugenden Auswärtssieg in Zürich auf die Erfolgsspur zurückkehrte, mussten sich die Teams 2, 3 und 4 trotz engagierter Leistungen geschlagen geben. Mehrere Wettkämpfe verliefen dabei deutlich enger, als es die Endresultate vermuten lassen.

 

Die Ergebnisse im Überblick:

Zürich 3 - SCL 1 : 1.5-6.5

Bümpliz 1 - SCL 2: 4.5-1.5
SCL 3 - Rapperswil-Jona 3: 2.5-3.5

Riesbach 1- SCL 4: 5-1

 

Zürich 3 - SCL 1

Nach der deutlichen Derby-Niederlage gegen Baden-Brugg zeigte Lenzburg die erhoffte Reaktion und gewann auswärts gegen Zürich 3 klar mit 6.5–1.5.
Den Grundstein zum Erfolg legte Sérgio Pereira, der mit Weiss die Schwäche auf d6 konsequent ausnutzte und bereits nach gut zwei Stunden den ersten Punkt holte. Kurz darauf erhöhte Maciej Kwiatkowski auf 2:0, nachdem seine Schwerfiguren tief in die gegnerische Stellung eindringen konnten. Stephan Zaugg baute die Führung weiter aus: Nach einem Bauerngewinn im frühen Mittelspiel entschied er die Partie schliesslich taktisch zu seinen Gunsten.
Den einzigen Zürcher Sieg musste Martin Schmid zulassen. In einer spektakulären Partie mit zahlreichen taktischen Motiven und Angriffsideen musste sein Gegner lange präzise verteidigen, ehe die Partie schliesslich zugunsten der Gastgeber kippte.
Für die Vorentscheidung sorgte anschliessend Rolf Walti, der gegen den jüngsten Zürcher Spieler den wichtigen Punkt zum 4:1 erzielte. Mit diesem Matchpoint im Rücken konnten die verbliebenen Lenzburger die Schlussphase deutlich gelassener angehen. Norbert Oze nutzte dies zu einer sehenswerten Angriffspartie und setzte den gegnerischen König schliesslich matt.
Am Spitzenbrett zeigte Björn Backlund einmal mehr seine Klasse. Gegen den nominell stärksten Zürcher hielt er die Partie jederzeit unter Kontrolle und sicherte sich ein souveränes Remis. 
Den Schlusspunkt setzte Mannschaftsleiter Michael Wigger, der nach einem Qualitätsopfer zunächst einen Bauern und später einen Läufer gewann. Das harmonische Zusammenspiel von Läufer und Springer gegen einen Turm entschied schlieslich auch diese Partie zugunsten von Lenzburg.
Der deutliche 6.5–1.5-Erfolg fiel möglicherweise etwas zu hoch aus, doch Lenzburg nutzte seine Chancen konsequent und zeigte eine überzeugende Reaktion auf die Niederlage der letzten Runde.

 

 

Bümpliz 1 - SCL 2

Die zweite Mannschaft war in der 4. SMM-Runde erneut an einem ungewohnten Samstag im Einsatz. Die Reise führte nach Bern, genauer gesagt nach Bümpliz, wo mit Bümpliz 1 der zweitplatzierte Gegner der Gruppe wartete. Die Berner unterstrichen ihre Ambitionen mit einer starken Aufstellung und gingen als klarer Favorit in den Wettkampf.

Trotz des deutlichen Schlussresultats von 1:5 verliefen viele Partien lange Zeit ausgeglichen. An mehreren Brettern gelang es den Lenzburgern, mit ihren höher eingestuften Gegnern mitzuhalten und ausgeglichene Stellungen aufs Brett zu bringen. Letztlich zeigte sich jedoch die grössere Klasse und Routine der Gastgeber in den entscheidenden Momenten.

Für die beiden halben Punkte sorgten Hamid Rahimi an Brett 2 sowie Peter Bucher an Brett 3, die ihren Gegnern jeweils ein Remis abtrotzen konnten. Die übrigen Partien gingen an die Gastgeber, wobei die Endresultate den langen ausgeglichenen Verlauf nicht immer widerspiegeln.

Erfreulich war zudem der Einsatz von Junior Miles Warm, der wertvolle Erfahrungen gegen einen deutlich höher eingestuften Gegner sammeln konnte.

 


SCL 3 - Rapperswil-Jona 3

Die dritte Mannschaft empfing das Team von Rapperswil-Jona 3. Der Wettkampf verlief ausgeglichen und blieb bis zum Schluss spannend, endete jedoch mit einer knappen 2.5:3.5-Niederlage für die Gastgeber.

An den ersten drei Brettern zeigten Arnold Mienert, Oliver Killer und David Bernet starke Leistungen und trotzten ihren teils höher eingestuften Gegnern jeweils ein Remis ab. Für den einzigen Lenzburger Vollerfolg sorgte Mirco Monferrini an Brett 5.

Die Punkte an den Brettern 4 und 6 gingen an die Gäste, die sich dadurch den knappen Mannschaftssieg sicherten.

 

Riesbach 1- SCL 4

Lenzburg 4 machte sich auf den Weg nach Riesbach. Einen Gegner dem einige Spieler der Mannschaft bereits vor zwei Jahren begegnete.
Das Match fing stark an, nachdem Mo bereits nach etwa 30 min an Brett 6 bereits den ersten Punkt lieferte.
An Brett 1 liessen Peter und sein Gegner sich in Ruhe entwickeln. Nach Peters kurzer Rochade  nutzte Peters Gegner jedoch die Gelegenheit sofort einen Angriff am Königsflügel zu lancieren. Diesem Angriff hielt Peters Verteidigung leider nicht Stand.
Johnny bekam am Brett 2 den stärksten Gegner mit etwa 1900 ELO. Er schlug sich tapfer und das Spiel war lange ausgeglichen wobei Johnny's d4 bauer stark unter Beschuss kam. Nachdem der Bauer fiel bröckelte die Stellung leider nach und nach ab und sein Gegner wickelte die Partie in einen Sieg ab. 
Lothar spielte an Brett 4 gegen einen ebenbürtigen Gegner. Das Zentrum wurde stark umkämpft. Doch nachdem  Lothars Springer vertrieben wurde und sein Gegner mit f5 sowohl das Zentrum stärkte und gleichzeitig einen Vortoss am Königsflügel vorbereitete sah sich Lothar gezwungen diesem Vorstoss prophylaktisch entgegenzuwirken. Dies führte jedoch zur weiteren Schwächung, welche sein Gegner ausnutzte und eine n Angriff mit Springer, Läufer und Dame koordinierte, den Lothar nicht mehr aufzuhalten vermochte.
An Brett 5 stellte Jürgen im Mittelspiel einen Läufer ein. Dies hielt ihn jedoch nicht davon ab weiter zu kämpfen und so kam er doch in ein Endspiel bei dem der Gegner lediglich einen Mehrbauern hatte. Die Stellung liess es leider zu, dass der Mehrbauer miz Unterstützung des Königs nicht mehr auzuhalten war.
An Brett 3 versuchte Phil noch einen Brettpunkt zu holen. Die pberraschende Eröffnungswahl des Gegner bracht Phil jedoch früh ins Grübeln - was mit einem erhebliche Zeitverlust einherging. Phil konnte jedoch über die Partie einen grossen Vorteil erringen und hatte den Sieg bereits in Aussicht als die Zeitnot ihn zu einem Patzer brachte und die Zeit sich davon zu erholen dafür nicht mehr gereicht hat.

 

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SMM Runde 3: Zeitnot, Kampfgeist und ein weiterer Sieg

Die dritte Runde der SMM stand aus Lenzburger Sicht ganz im Zeichen enger Matches und langer Kämpfe. Gleich mehrere Begegnungen wurden erst in Zeitnot oder in komplizierten Endspielen entschieden. Während SCL 2 seine Erfolgsserie fortsetzen konnte, zeigten auch die anderen Mannschaften trotz Niederlagen engagierte Leistungen und hielten viele Wettkämpfe lange offen.

 

Die Ergebnisse im Überblick:

Baden-Brugg 1 - SCL 1 : 6.5-1.5

SCL 2 - Riehen 4: 3.5-2.5
SCL 3 - Wollishofen 6: 2.5-3.5

SCL 4 - Réti 5: 1.5-4.5

 

Baden-Brugg 1 - SCL 1
Lenzburg 1 musste sich im Aargauer Derby gegen Baden-Brugg 1 deutlich mit 1.5–6.5 geschlagen geben. Das Resultat fiel allerdings klarer aus, als es der tatsächliche Wettkampfverlauf lange vermuten liess.
Beide Mannschaften traten ersatzgeschwächt an. Die erste entschiedene Partie fiel an Brett 6, wo Arnold Mienert nach einer unglücklichen Eröffnungsphase mehrere Bauern geben musste, um seinen Läufer zu retten. Felix Phung verwertete den materiellen Vorteil anschliessend technisch sauber.
Das zweite Resultat war ein ruhiges Remis an einem der Spitzenbretter, ehe der Wettkampf für Lenzburg zunehmend schwierig wurde: Die Partien an Brett 5 und Brett 8 gingen in kurzer Folge verloren, womit Baden-Brugg früh davonzog.
Immerhin gelang es Stephan Zaugg, an Brett 4 ein solides Remis einzusammeln. Zu diesem Zeitpunkt stand es allerdings bereits 4:1 für die Gastgeber. Lange offen blieb die Partie von Rolf Walti, deren komplizierte Stellung schliesslich ebenfalls zugunsten von Baden-Brugg kippte.
Die letzten beiden laufenden Partien dauerten bis tief in die fünfte Stunde hinein. Michael Wigger hielt seine Stellung an Brett 3 lange ausgeglichen, verlor jedoch im Mittelspiel einen Bauern und musste sich nach hartem Kampf geschlagen geben. Den Schlusspunkt setzte Björn Backlund mit einem jederzeit kontrollierten Remis an Brett 2.
Trotz der deutlichen Niederlage war der Wettkampf insgesamt enger, als es das nackte Resultat ausdrückt. Viele Partien blieben lange ausgeglichen, doch Baden-Brugg behandelte die kritischen Momente konsequenter und nutzte seine Chancen effizienter aus

 

SCL 2 - Riehen 4

In der 3. Runde der SMM empfing die zweite Mannschaft des Schachclubs Lenzburg zuhause Riehen 4. Der Wettkampf entwickelte sich zu einem äusserst spannenden Duell, bei dem fast alle Partien ein gemeinsames Thema hatten: die Zeit.

An Brett 1 setzte Maciej seinen Gegner bereits früh unter Druck. Dieser musste schon in der Eröffnung viel Zeit investieren, sodass Maciej zwischenzeitlich beinahe doppelt so viel Zeit auf der Uhr hatte. Das lange Nachdenken zahlte sich für den Gegner allerdings aus, denn trotz anhaltendem Druck konnte er die Stellung zusammenhalten. Die Partie endete schliesslich mit einem friedlichen Remis.

Auch an Brett 4 sah es lange gut für Lenzburg aus. Jacques erspielte sich im Endspiel eine bessere Stellung und versuchte geduldig, diese zu verwerten. Sein Gegner verteidigte sich jedoch hartnäckig, und der entscheidende Durchbruch blieb aus. Schlussendlich bot Jacques Remis an, was sein Gegner dankend annahm. In der anschliessenden Analyse waren sich beide einig, dass Jacques wohl auf Gewinn stand – der Weg zum Sieg jedoch alles andere als einfach gewesen wäre.

Den ersten ganzen Punkt für Lenzburg holte Jürg an Brett 2. Sein Gegner fand zwar einen Zug, der auf den ersten Blick stark aussah, die Stellung aber unglaublich kompliziert machte. Die daraus resultierenden langen Denkphasen wurden ihm schliesslich zum Verhängnis: Er erreichte den 36. Zug nicht mehr innerhalb der ersten 90 Minuten und verlor die Partie auf Zeit.

Auch an Brett 5 spielte die Uhr eine entscheidende Rolle. Lothar befand sich in einer weitgehend ausgeglichenen Stellung mit fast allen Figuren auf dem Brett, hatte für die verbleibenden acht Züge jedoch weniger als fünf Minuten zur Verfügung. Die Zeitnot meisterte er souverän und wurde kurz nach Erreichen der Zeitkontrolle belohnt: Nach einem Fehler seines Gegners gewann er zunächst Material und leitete wenig später einen entscheidenden Angriff gegen den schwarzen König ein, der schliesslich im Matt endete.

Ein anderes Bild zeigte sich an Brett 6. Naveen stand lange unter Druck, verfügte dafür aber über rund zwanzig Minuten mehr auf der Uhr als sein Gegner. Während dieser mit nur wenigen Minuten die Zeitkontrolle erreichte, verteidigte sich Naveen zäh und präzise. Trotz klar besserer Stellung fand sein Gegner keinen einfachen Gewinnweg und verbrauchte dabei immer mehr Zeit. Zwischenzeitlich sah es sogar danach aus, als könnte Naveen die Partie noch auf Zeit gewinnen. Leider unterlief ihm dann ein entscheidender Fehler, der dem Gegner eine zusätzliche Dame ermöglichte und die Partie entschied.

Damit lag es an Peter an Brett 3. Ein Remis würde zum Mannschaftssieg reichen. Die Partie war lange ausgeglichen verlaufen, beide Spieler bewegten sich auch zeitlich auf ähnlichem Niveau. Nachdem alle anderen Partien beendet waren, blieb ein Springerendspiel übrig, in dem keiner der beiden nennenswerte Fortschritte erzielen konnte. Folgerichtig einigte man sich auf Remis.

Mit dem knappen 3.5:2.5-Erfolg gewinnt Lenzburg 2 damit auch die dritte Runde in Folge – eine starke Mannschaftsleistung.

 

 

SCL 3 - Wollishofen 6

Das mit 4 Junioren angetretene Lenzburg 4 bekam es mit Wollishofen 6 zu tun. Die Partie am letzten Brett war ein regelrechter Schlagabtausch. Bei dem schlussendlich David Balog die Oberhand behielt. David konnte so in seiner 2 SMM-Partie bereits den ersten Sieg feiern. Leider war es das vorerst mit den guten Nachrichten. Danach mussten mit Miles, Nik und Theo nacheinander die anderen Junioren die Hand zur Aufgabe strecken. Ihre Gegner wären durchaus in Reichweite gewesen, um den ein oder anderen Punkt mehr einzufahren.

So blieb es an Aushilfs-Mannschaftsleiter David Bernet und an Oliver doch noch einen Punkt zu holen. David hatte lange eine ausgeglichene Partie auf dem Brett, bis sein Gegner in ein verlorenes Bauernendspiel abwickelte. Wie sich in der Analyse herausstellte, war die Partie nach einem Fehler von David aber wieder ausgeglichen. Der Wollishofer Gegner berechnete das Bauerendspiel zu seinem Leidwesen aber falsch und gab auf.

So wurde das Teamergebnis an Brett 1 bestimmt und dort sah es lange äusserst gut aus für Oliver. Er konnte seinen Gegner im Mittelspiel überspielen und bekam sehr starken Angriff auf den schwarzen König. In der Zeitnotphase fand Oliver die beste Fortsetzung dann leider nicht immer. So kam Schwarz noch zu einem Verzweiflungskonter. Oliver konnten diesen nur noch mit einer dreifachen Stellungswiederholung parieren. So endete der Wettkampf mit 2.5 : 3.5. Hier wäre mit etwas mehr Glück für die Lenzburger durchaus auch mehr drinnen gewesen.

 

SCL 4 - Réti 5

Die vierte Mannschaft des Schachclubs Lenzburg lieferte sich in der 3. Runde der SMM einen umkämpften Wettkampf, musste sich am Ende jedoch geschlagen geben.

An Brett 6 musste sich Peter Dätwyler bereits früh seinem Gegner geschlagen geben. Besser lief es für Mo, der nach seinem starken Sieg in der letzten Runde für die zweite Mannschaft erneut überzeugen konnte. Er erreichte eine ausgeglichene Stellung und einigte sich mit seinem Gegner auf Remis.

An Brett 2 geriet Kilian nach einer etwas unglücklichen Eröffnung früh unter Druck. Sein Gegner konnte die Initiative stetig ausbauen, gewann schliesslich Material und sicherte den Gästen damit einen weiteren ganzen Punkt.

Für den ersten Lenzburger Sieg sorgte Jonny an Brett 1. Er profitierte von einem Fehler seines Gegners, erspielte sich dadurch Vorteil und verwertete diesen souverän zum vollen Punkt.

Lange ausgeglichen verlief die Partie an Brett 4. Manuel hielt gut mit, ehe ihm im weiteren Verlauf ein Fehler unterlief, der Materialverlust zur Folge hatte und die Partie zugunsten des Gegners entschied.

Die letzte laufende Partie an Brett 3 gab nochmals Hoffnung auf ein besseres Resultat. Mannschaftsleiter Phil hatte sich im Mittelspiel einen Materialvorteil erspielt und sah lange auf Kurs Richtung Sieg aus. Die Verwertung erwies sich jedoch als schwierig, und in der komplizierten Schlussphase verlor er schliesslich unglücklich auf Zeit.

Trotz der Niederlage zeigte SCL 4 erneut Kampfgeist und mehrere vielversprechende Ansätze, auf denen in den kommenden Runden aufgebaut werden kann.

 

 

 

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SMM Runde 2: Siege, Erfahrungen und ein spielfreies Team

Die 2. Runde der SMM brachte für den Schachclub Lenzburg ein intensives Wochenende mit sich. Während die erste Mannschaft zuhause einen klaren Sieg feiern konnte, waren der SCL 2 und 3 auswärts im Einsatz, die zweite Mannschaft am ungewohnten Samstag. Dabei resultierten ein überzeugender Auswärtserfolg für den SCL 2 und eine Niederlage gegen ein stark aufgerüstetes Team für den SCl 3. Die vierte Mannschaft hatte spielfrei.

 

Die Ergebnisse im Überblick:

SCL 1 - Tribschen 2: 5.5 - 2.5

Trubschachen 2 - SCL 2: 4 - 2
Baden-Brugg 6 - SCL 3: 4.5 -1.5

SCL 4 - Spielfrei

 

SCL 1 - Tribschen 2

Lenzburg 1 feierte gegen Luzern Tribschen 2 einen letztlich klaren 5.5–2.5-Erfolg, auch wenn der Wettkampf phasenweise deutlich enger verlief, als es das Endresultat vermuten lässt.
Der Start gelang den Gastgebern optimal: Durch ein Forfait an Brett 8 ging Lenzburg früh in Führung. Doch in der Folge entwickelte sich eine kritische Phase.
An Brett 5 kam Michael Christen nach einer etwas unglücklichen Eröffnungswahl früh unter Druck und fand nicht mehr zurück ins Spiel. Das ist schade für unseren Junior, der noch nicht sein ganzes Potenzial zeigen konnte. Kurz darauf kippte auch die Partie an Brett 4, wo eine Stellung mit Schwerfigurenverdoppelung zugunsten der Gäste auslief. Plötzlich lag Lenzburg mit 1:2 zurück, und das Match war völlig offen.
In dieser Phase hielt das Drama Einzug. Keine der verbleibenden Stellungen liess einen klaren Vorteil für Lenzburg erkennen. Umso wichtiger war die Reaktion an den vorderen und hinteren Brettern: Björn Backlund und Rolf Walti gelang es, aus ausgeglichenen Mittelspielstellungen heraus kleine Vorteile zu erspielen und diese konsequent zu verwerten. Mit diesen beiden Siegen drehte Lenzburg den Wettkampf auf 3:2.
Die Entscheidung fiel schliesslich in der Schlussphase, in der noch drei Partien liefen – alle mit zumindest ausgeglichenem Charakter. Maciej Kwiatkowski verfügte zwar über einen Mehrbauern, doch die Stellung war unklar, und beide Spieler befanden sich in Zeitnot. Erst nach der Zeitkontrolle lichtete sich der Nebel, und Maciej konnte seinen Vorteil präzise verwerten.
Parallel dazu gewann Sebastian Hoffmann an Brett 2 einen Bauern und führte das schwierige Endspiel Läufer + 3 Bauern gegen Springer + 4 Bauern überzeugend zum Sieg. Den Schlusspunkt setzte Stephan Zaugg, der am Ende ein Endspiel mit Turm und Springer gegen Turm auf dem Brett hatte, das theoretisch remis war.
Nicht unerwähnt bleiben soll, dass mit Sérgio Pereira und Michael Bühler zwei wichtige Stammspieler fehlten. Zwar wurde ihre Abwesenheit grundsätzlich gespürt, doch zeigte sich gleichzeitig die Stärke der Mannschaft in der Breite.

 

 

Trubschachen 2 - SCL 2

Für die zweite Mannschaft des Schachclubs Lenzburg stand in der 2. SMM-Runde eine eher ungewöhnliche Reise an: Ausnahmsweise wurde am Samstag gespielt, und dazu noch auswärts im abgelegenen Trubschachen.

Gegen den Aufsteiger Trubschachen 2 trat Lenzburg mit einer leicht angepassten Aufstellung an. Zur Verstärkung stiessen Jonny und Mo aus der vierten Mannschaft zum Team.

An den vorderen Brettern hielten Martin (Brett 1) und Jacques (Brett 3) mit den schwarzen Steinen jeweils ein solides Remis fest. Lothar überzeugte mit einem vollen Punkt, und auch die beiden Aushilfsspieler Jonny und Mo lieferten stark ab und steuerten je einen Sieg bei. Einzig Peter musste sich an Brett 2 seinem Gegner geschlagen geben.

Mit diesem insgesamt überzeugenden Auftritt sicherte sich der SCL 2 einen verdienten 4:2-Auswärtssieg. Besonders hervorzuheben ist die starke Leistung von Jonny und Mo, die ihre Chance eindrucksvoll nutzten und massgeblich zum Mannschaftserfolg beitrugen.


Baden-Brugg 6 - SCL 3

Auch die dritte Mannschaft des Schachclubs Lenzburg war in der 2. SMM-Runde auswärts im Einsatz. Der Mannschaftsleiter war der Einzige des Gegners, der aus dem ersten Saisonspiel noch dabei war. Gegen Lenzburg 3 hatte Baden-Brugg 6 schwer aufgerüstet mit einem Team, das auch eine Liga höher bestanden hätte. Dem gegenüber stand die Lenzburger Juniorenmannschaft, die drei weiteren Youngstern die Möglichkeit zum ersten Turniereinsatz bot.

Zwar ging Lenzburg 0-1 in Führung, da Mircos Gegner nicht erschien, dann kam es wie erwartet knüppeldick. Selbst die Lenzburger Asse in Person der Jugendleiter stachen diesmal nicht: David wurde Opfer von zwei Doppelangriffen hintereinander und Arnold konnte nach einem sehenswerten Figurenopfer dem Gegner nur gratulieren. Gut hielten sich mit Nik und Jules die Neuen: es wurden ihnen nicht die eigenen Fehler, sondern die verpassten Möglichkeiten zum Verhängnis. Theo steuerte mit einem sicheren Remis noch einen halben Punkt zum 4.5-1.5 Endstand bei.

 

 

SCL 4 - Spielfrei

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Spontaner Clubabend: Taktiken und Tandemschach

Da diese Woche alle SMM-Spiele ausnahmsweise auf den Samstag fallen, blieb unser Clublokal in der Krone am Donnerstag zunächst ungenutzt. Kurzerhand entschieden sich Jugendleiter David und Präsident Phil, dennoch einen spontanen Clubabend auf die Beine zu stellen – mit Erfolg.

 

Den Auftakt machte eine knapp einstündige Taktikeinheit, die von David selbst geleitet wurde. Die Teilnehmenden konnten dabei verschiedene Aufgaben lösen und ihre Kombinationstechnik verbessern. Die Aufgaben findet ihr weiter unten oder in der entsprechenden Lichess-Studie (https://lichess.org/study/LUIcgNIC/pGc6vGN1).

 

Im Anschluss wurde natürlich auch gespielt, allerdings in einer etwas anderen Form als gewohnt. Dieses Mal stand Tandemschach auf dem Programm (auch bekannt als „Einsetzschach“ oder im englischsprachigen Raum als „Bughouse“).

Beim Tandemschach treten zwei Zweierteams gegeneinander an. Gespielt wird auf zwei Brettern gleichzeitig. Wird auf einem Brett eine Figur geschlagen, darf der Teamkollege diese Figur auf seinem Brett als eigenen Zug einsetzen. Dabei gelten die üblichen Schachregeln mit einigen Besonderheiten: Eingesetzte Bauern dürfen nicht auf der ersten oder achten Reihe platziert werden, und ein Matt kann nicht durch eine eingesetzte Figur entstehen. Gespielt wird meist mit kurzer Bedenkzeit, was für zusätzliche Dynamik sorgt.

 

Der neue Modus kam bei den Teilnehmenden mehrheitlich gut an. Die Partien waren spannend, oft chaotisch und sorgten für viele unterhaltsame Momente. Ein gelungener spontaner Abend, der sicherlich nach einer Wiederholung verlangt.

 

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Gelungener Clubabend trotz Taktiv-Verschiebung

Am vergangenen Donnerstag hätte eigentlich die 42. Ausgabe unseres Taktiv-Abends, unserem Theorieabend, stattfinden sollen. Leider musste dieser kurzfristig aufgrund gesundheitlicher Probleme verschoben werden. Wir wünschen Jürg an dieser Stelle eine rasche und vollständige Genesung. Das neue Datum folgt so schnell wie möglich.

 

Trotzdem fanden sich um 19:30 einige motivierte Spieler in der Krone ein. Der Spielleiter machte daraufhin einen spontanen Vorschlag: Bis 20:00 analysierten wir gemeinsam eine der Stellungen, die Jürg bereits im Vorfeld in seiner Einladung verschickt hatte. Die interessante Position, die wir dabei unter die Lupe nahmen, ist unten im Beitrag als Diagramm eingefügt und lädt auch im Nachhinein noch zum Mitdenken ein (Weiss am Zug).

 

Anschliessend starteten wir ein kleines Blitzturnier, sodass auch jene Spieler teilnehmen konnten, die erst zur regulären Spielzeit eintrafen. Dieser Plan kam bei den Anwesenden sehr gut an und wurde erfolgreich umgesetzt.

Besonders erfreulich war der Besuch von Réne und Zvezdi, die zum ersten Mal bei unserem Clubabend dabei waren, herzlich willkommen!

 

Das Blitzturnier entwickelte sich zu einem spannenden Wettkampf. Auffallend war, dass die Spielstärken der Teilnehmer näher beieinander lagen als bei unseren regulären Blitzturnieren, was zu besonders vielen ausgeglichenen und spannenden Partien führte.

Mit einer starken Leistung setzte sich Théo mit hervorragenden 6.5 Punkten aus 7 Partien durch und sicherte sich souverän den Turniersieg. Dahinter folgte Jonny mit 5.5 Punkten, während Jürgen mit 5 Punkten den dritten Rang belegte. Auch im Mittelfeld wurde hart gekämpft, und insgesamt sorgte das Turnier für viele unterhaltsame und lehrreiche Partien.

 

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